Blog der Woche: inFemme unterstellt

Rike Drust ist Buchautorin, Werbetexterin und Mutter. Als toleranter Hippie bloggt sie über Elternsachen, Popkultur und Feminismus.

Diese Woche: inFemme unterstellt

Bild: privat

Wer bist du?
Ich bin Rike aus Hamburg. Vor langer Zeit habe ich mal Abschlüsse in Soziologie und Women’s Studies gemacht, bin dann aber von der Uni weg und in der Werbung gelandet. Nach der Geburt unseres Sohnes habe ich ein Buch über die ersten zwei Jahre mit Kind geschrieben und sitze gerade an meinem ersten Roman.

Wie bist du zum Bloggen gekommen?
Das war 2006. Mir war das Werbetexten allein zu langweilig, ich wollte mehr und anders schreiben. Am Bloggen fand ich toll, dass ich gleich veröffentlichen kann, und dann auch noch alles, was ich will, ohne dass mir vorher jemand was rausstreicht.

Um was geht es in deinem Blog?
Um alles, was mich aufregt oder amüsiert. Vor dem Kind ging es viel um Popkultursachen, Musik, Promis und feministische Themen. Und ich habe gern Franz Josef Wagner auf seine unsäglichen Briefe geantwortet. Nach dem Kind sind die Beiträge erstens weniger geworden und zweitens geht es meistens um Dinge, die mich als Mutter aufregen.

Wen könnte das interessieren?
Undogmatische Eltern. Wenn ich eine Fahne hochhalte, dann die der Toleranz! Radikale StillverfechterInnen sind bei mir genauso falsch wie HausfrauenbasherInnen. Bei mir gibt es kein gegen- sondern ein miteinander. Hört sich hippiemäßig an und ist genauso gemeint!

Was hat dein Blog, was andere nicht haben?
Eine Facebookseite, auf der viel mehr passiert als im Blog: Basteltipps, politische Aufreger, kindliche Sprachentgleisungen, eine für Eltern erstaunlich respektvolle Diskussionskultur zu Themen, die auch andere Eltern vorschlagen. Es wird sich unterstützt und diskutiert und gelacht und aufgemuntert und alles andere auch. Wer will, darf auch Selbsthilfegruppe dazu sagen.

Wie oft sollte ich reinschauen?
Ins Blog reicht einmal im Monat, aber bei Facebook gibt’s eigentlich jeden Tag was Neues.

Lieblingseintrag aus deinem Blog, den du anderen besonders ans Herz legst?
Gerade auf jeden Fall meinen Text zur dogmatischen Diskussion hinter dem Betreuungsgeld.
Ansonsten hat sich da in den letzten 6 Jahren echt ein Haufen angesammelt, ich hab mich gerade beim Stöbern besonders über meine Post an Wagner und über meine Aktionen von “Gute Taten für schlechte Menschen” gefreut.

Welche Blogs liest du denn gerne?
Meine Lieblingselternblogs sind fuckermothers, glücklich scheitern, nusenblaten und stilhäschen. Bis auf fuckermothers kenne ich alle, zumindest online, und bin ganz froh, dass ich sie habe und wir so super netzwerken.

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