Blog der Woche: Mama to go

Mia ist Mutter, Studentin und noch viel mehr – über das und alles, was sie tagtäglich beschäftigt, schreibt Mia in ihrem Blog.

Diese Woche: Mama to go

Mama to go

Wer bist du?
Mia Sommer
Mama
Ehefrau
kaffee-süchtig
Studentin
Staatlich geprüfte Technikerin
gläubige Christin
Baujahr 85
im Nebenjob freie Journalistin
Bücherratte
verheiratet mit einer Frau
Ich jogge gerne
Ich liebe sport
Tanzen ist träumen mit den Beinen
Ich steh auf pink
Ich gehe auch ungeschminkt zum Bäcker – aber nicht in’s Café
Organisationstalent
Eventmanagerin

Wie bist du zum Bloggen gekommen?
Ich liebe Wörter. Ich liebe es, das Erlebte und Gefühlte mit Worten in Bilder zu packen und zu erzählen. Was liegt da näher, als einen Blog zu schreiben und somit vielleicht noch andere Frauen zu erfreuen, belustigen, beruhigen, …

Um was geht es in deinem Blog?
Das Leben! In all seinen Farben und Formen.
Vor allem natürlich um das Leben als Mutter und Studentin beziehungsweise um die Kunst, mit Kind zu Studieren. Aber auch um alles andere, was das tägliche und nicht alltägliche Leben so mit sich bringt. Freud und Leid. Streit, Liebe, Eiscreme und jede Menge Cappuccino.

Wen könnte das interessieren?
Frauen, Mütter, Studentinnen, Neugierige, Frauen die Frauen lieben, Heldinnen, Bücherliebende, Kaffeesüchtige, Menschen wie ich und Menschen die ganz anders sind als ich. Also eigentlich jeden.

Was hat dein Blog, was andere nicht haben?
Ich blogge nicht, um damit Geld zu verdienen. Ich mache keine Werbung. Ich schreibe einfach nur auf, was ich denke, fühle und erlebe. Es ist eigentlich mehr wie ein privates Tagebuch, und ab und zu vergesse ich ganz, dass es öffentlich ist. Ich schreibe nicht das, von dem ich denke, dass es andere gerne lesen würden. Ich schreibe einfach das, was mir auf der Seele liegt, worüber ich mir den Kopf zerbreche, was mir das Herz schwer macht oder was mir vor Lachen die Tränen in die Augen treibt. Ich schreibe, was ich denke und fühle – unzensiert und offen.

Wie oft sollte ich reinschauen?
Ein bis zwei Mal pro Woche. Ist aber eher unterschiedlich. Am Besten bei Facebook anklicken, dann erfährt man immer gleich von neuen Beiträgen. Manchmal dauert es zwei Wochen bis zum nächsten, manchmal nur 6 Stunden. Ganz unterschiedlich, wie das Leben eben so spielt (und mir Zeit lässt).

Lieblingseintrag aus deinem Blog, den du anderen besonders ans Herz legst?

Puh. Da gibt es soooooo viele. Einer davon ist dieser:

… Die Karrierefrau. Wo ist die eigentlich hin? Irgendwie habe ich tatsächlich zu den Frauen gehört, für die ganz klar war, dass man Kind und Karriere vereinen kann und die milde lächelnd den Kopf geschüttelt haben über die Frauen, die sich durch das „Kinder kriegen“ so verändert haben. „Nur weil man Mutter geworden ist, kann man doch trotzdem noch derselbe Mensch sein wie vorher, schließlich dreht sich nicht alles nur um das Kind.“ Dieser und viele, viele ähnliche Sätze habe ich tatsächlich von mir gegeben und geglaubt. Heute bin ich da schlauer. Selbst wenn Kinder älter und selbstständiger werden und somit teilweise sogar ein bisschen „nebenher laufen“ und man wieder alte Gewohnheiten, Arbeiten oder Hobbys aufnehmen kann, sie bleiben doch immer das Zentrum von allem. Natürlich bin ich noch ich selbst, aber ich bin ein vollkommen anderer Mensch als vorher. Ich sehe die Welt mit anderen Augen. Eine Pfütze ist nicht nur das Ergebnis von schlechtem Wetter, sondern eine super Gelegenheit zum Spielen, ein Stück Kuchen ist plötzlich nur noch halb so groß – weil man es gerne teilt, meine schlechte Laune verdirbt nicht nur mir den Tag, sondern wird mir mit noch schlechterer Laune wiedergespiegelt – die gute Laune aber zum Glück auch. Die Tatsache, dass das Käsebrot im Wasserglas schwimmen kann, der Apfel aber nicht ist eine von unendliche vielen Entdeckungen jeden Tag die ich miterleben darf. Absolut alles ist anders. Dinge die vorher unwichtig waren, haben plötzlich einen völlig neuen Wert.  Es ist eine vollkommen andere Welt. Ich denke, es ist, wie so vieles im Leben, einfach nicht beschreibbar und nachvollziehbar für Menschen, die nicht davon betroffen sind. Woher sollte ich ohne Kind denn ahnen, dass all meine rationalen Argumente und mein logisches Denken in der ohne-Kind-Welt einfach nicht übertragbar sind in die mit-Kind-Welt. Das es völlig neue physikalische und chemische Gesetzte gibt. Das alles anders aussieht, anders riecht, anders schmeckt. Das es einfach nicht zu vergleichen ist, dass man es erleben muss um es zu verstehen.

Welche Blogs liest du denn gerne?

Meine beiden Lieblinge sind:

annihoney.blog.de

supermom-berlin.blogspot.de

 

Sophie Servaes
Über die Autorin:
Sophie Servaes war bis März 2014 Leiterin von Nido.de. Sie twittert hier.

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