Debatte: Halloween – ja oder nein?

Halloween gefällt den Kindern, weil man sich super verkleiden kann und es was zum Gruseln gibt. Aber was ist mit den Eltern? Muss man wirklich alles mitmachen?

Keiner kann den Satz mehr hören. Und ich sag ihn trotzdem: Also zu meiner Zeit, da gab es sowas ja nicht. Halloween.
“Trick or Treat!” –  “Süßes oder es gibt Saures!” – den Satz kannte ich bis vor einigen Jahren nur aus amerikanischen Filmen, und dort sah ich auch zum ersten Mal zu Fratzen ausgehöhlte Kürbisse. Überhaupt: Kürbisse. Längst ist der Trend, vom 31.10. auf den 1.11. möglichst gruselig verkleidet auf die Straße oder zumindest auf Kinderpartys zu gehen, zu uns rübergeschwappt, und es gibt kaum ein Entkommen. Auch ich habe mich natürlich insgeheim damit abgefunden; esse Kürbis-Cupcakes mit Spinnenverzierung und suche die schönsten Basteltipps zusammen. Und auch klar, die Kinder finden das super. Aber Sie als Eltern? Ist das nicht total doof amerikanisch, genau so wie der Weihnachtsmann mit seinem roten Coca-Cola-Schlitten, und daher ignorierenswert? (Eine kurze Recherche ergab: Die Iren waren’s und haben den Brauch nach Amerika eingeführt.) Wer weiß überhaupt, was da gefeiert wird? Muss man denn jeden Trend übernehmen, kann man denn nichts mehr kritisch hinterfragen?
Andererseits: Ist es wirklich sooo schlimm, dass die Kleinen sich gern verkleiden, zu welcher Gelegenheit auch immer, und sich gruseln und ekeln und darüber lachen können?

Kann man sich als Eltern überhaupt noch dagegen wehren, Glibberpudding mit Schaummäusen bereitzustellen? Muss man einfach mitmachen? Wie weit ist es mit dem Halloween-Trend bei Ihnen schon gekommen? Wissen die Kinder, dass das Fest ursprünglich dazu genutzt wurde, aufgrund des am nächsten Tag anstehenden Feiertags “Allerheiligen” den Toten zu gedenken? Wird bei Ihnen gegruselt und gefeiert? Nervt Sie das?

In diesem Sinne:

Sophie Servaes
Über die Autorin:
Sophie Servaes war bis März 2014 Leiterin von Nido.de. Sie twittert hier.

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