Dinge regeln: Essensplanung

Einfacher Einkaufen, weniger wegwerfen. Mit einer vernünftigen Essensplanung kein Problem.

Eine der wichtigsten Fragen in meinem kleinen Familienhaushalt ist: “Was gibt’s heute zu essen?”. Jeden Tag ein neues Gericht aus dem Ärmel schütteln, das den Kindern dann auch noch schmeckt, lief bei mir am Ende meistens auf Spaghetti Pesto oder Brotzeit raus. Das muss anders werden, und deshalb planen wir ab jetzt einmal in der Woche alle Mahlzeiten für die nächsten sieben Tage durch. Mit einer App natürlich.

Paprika ist ein Rezeptemanager, der als zentrale Sammelstelle für alle Familienrezepte, als Essensplaner und Einkaufsliste für den wöchentlichen Großeinkauf dient. Das Programm gibt es sowohl für iOS , Android und OS X und synchronisiert seine Daten zwischen diesen Plattformen.


Rezepte finden und hinzufügen

Die Einstiegsseite zeigt zunächst eine Übersicht aller vorhandenen Rezepte. Wichtigster und auch zeitaufwendigster Schritt ist es, hier alle Rezepte, die man gerne verwendet, einzugeben. Das geht entweder manuell über “Neues Rezept“, oder man nutzt die komfortable “Browse“-Funktion.

Die Rezepteübersicht

Die Rezepteübersicht

Rezepte von externen Webseiten hinzufügen

Rezepte von externen Webseiten hinzufügen über den Browser

Paprika unterstützt knapp 150 Rezeptseiten, die meisten davon sind zwar englischsprachig, aber mit chefkoch.de ist zum Glück auch eines der wichtigsten deutschen Rezepteportale dabei. Um ein neues Rezept hinzuzufügen, geht man im Browser z.B. auf chefkoch.de, sucht dort nach dem Gewünschten und drückt rechts oben auf “Rezept speichern“. Paprika übernimmt nun automatisch das Rezept mit Bild, Zutaten und Beschreibung und listet es in der Rezeptübersicht auf.


Den Wochenplan erstellen

Sind alle Rezepte erfasst, kann man sich an die Erstellung des Wochenplans machen. Zuerst wählt man dort über das Kalender-Symbol die gewünschte Woche aus.

Woche für den Wochenplan auswählen

Woche für den Wochenplan auswählen

Dann fügt man für jeden Tag die gewünschten Mahlzeiten über  ”Neue Mahlzeit” hinzu. Man kann dort entweder eine freie Eingabe machen oder ein Rezept aus dem Bestand auswählen.

Sind alle Tage ausgefüllt, fügt man alle geplanten Rezepte zur Einkaufsliste hinzu.

Zutaten zu Einkaufsliste hinzufügen

Zutaten zu Einkaufsliste hinzufügen

Die Zutaten, die man schon zu Hause hat, kann man in diesem Zwischenschritt noch deaktivieren. Salz, Pfeffer und Olivenöl ist ja im Normalfall schon vorrätig, und indem man das Häkchen bei der jeweiligen Zutat deaktiviert, verhindert man, dass sie auf den Einkaufszettel wandert.

Die Zutaten sind nun in der Einkaufsliste und können dort weiter bearbeitet werden.

Die Einkaufsliste

Die Einkaufsliste

Um die einzelnen Zutaten später im Supermarkt schneller zu finden, kann man jedem Eintrag noch einen “Gang” zuordnen. So gruppiert man sich z.B. alle Milchprodukte und spart sich damit unnötige Laufwege im Supermarkt. Außerdem kann man hier auch noch weitere Einkäufe, die unabhängig von den geplanten Mahlzeiten sind, hinzufügen.

Zutaten einen Supermarkt-Gang zuordnen

Zutaten einen Supermarkt-Gang zuordnen

Die fertige Liste kann man sich jetzt ausdrucken oder per Mail zuschicken. Eingekaufte Produkte hakt man einfach in der Liste ab.

Die Einkaufsliste drucken oder mailen

Die Einkaufsliste drucken oder mailen


Vorteile:

  • Man bekommt einen guten Überblick über die Rezepte, die man im Bestand hat
  • Neue Rezepte lassen sich, wenn sie z.B. von chefkoch.de kommen, sehr schnell und einfach hinzufügen
  • Durch die Vorausplanung kauft man gezielter und schneller ein
  • Durch das gezieltere Einkaufen hat man am Ende der Woche weniger überschüssige Lebensmittel, die vergammelt in den Müll wandern
  • Mit Cloud-Synch kann man mehrere Geräte auf dem selben Stand halten

Nachteile:

  • Zutaten werden nicht immer zuverlässig in der Einkaufsliste zusammengefasst
  • Die Zuordnung von Supermarkt-Gängen werden leider nicht gespeichert und müssen jedes mal neu vorgenommen werden
  • Die OS X-Anwendung ist mit knapp 17 € recht teuer (man kommt aber auch mit der iPhone/iPad-Variante gut klar)

Die Screenshots stammen von der iPad-Version. Auf den anderen Systemen sieht die Anwendung ähnlich aus.
Die einzelnen Versionen der App:

 

Heiko Bielinski
Über den Autor:
Heiko Bielinski ist Online-Producer bei Nido.de und liebt seine Kinder (dickköpfig und sehr dickköpfig), seine Frau (sehr schön, manchmal dickköpfig) und München. Er bringt den Müll runter, wäscht, kocht, twittert und instagramt, kann aber nicht bügeln.

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