Genderneutrales Spielzeug

Puppen für Jungs, Maschinengewehre für Mädchen: Ist es höchste Zeit, sich von althergebrachten Rollenbildern in der Werbung zu verabschieden?

Puppen für Jungs, Maschinengewehre für Mädchen: Eine der größten Spielzeugketten Schwedens hat in seinem aktuellen Weihnachtskatalog den Spieß umgedreht und wirbt mit genderneutralem Spielzeug für Kinder. Während im gleichen Katalog in Dänemark das Gewehr noch vom Jungen gehalten wird, zeigt die Firma Top Toy in der schwedischen Version ein Mädchen am Abzug. Auch an der „Hello Kitty“-Produkteseite wurde gebastelt: Im schwedischen Katalog freut sich ein Junge über all die Kätzchen mit Schleife am Ohr und das rosafarbene T-Shirt, das ein Mädchen auf dem gleichen Produktfoto in Dänemark noch tragen darf, wurde in Schweden just hellblau.

Bild: rt.com

Nun darf man sich fragen, was hinter so einer Aktion steckt: Ist das lediglich eine smarte Werbeidee des Unternehmens in einem Land, das sich sowieso seit geraumer Zeit mit dem Thema Geschlechtergleichheit intensiv beschäftigt? Schließlich wurde das Unternehmen im Jahr 2008 für seine altmodischen Geschlechterrollen, die im Katalog zu sehen waren (Mädchen = Prinzessin, Junge = Superheld), massiv kritisiert.
Oder ist es höchste Zeit, sich von solch althergebrachten Rollenbildern in der Werbung zu verabschieden? Und gilt das Umdenken dann nicht auch für Kinderbücher oder die Darstellung von Kindern in den Medien? Zum Thema „Pinkifizierung“ hat sich jüngst auch eine Autorin in der FAZ Gedanken gemacht. Wie stehen Sie zu der Thematik?

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

Julia Rothhaas
Über die Autorin:
Nido-Redakteurin Julia Rothhaas mochte als Kind lieber Kuscheltiere als Puppen. Was sie allerdings nicht davon abhielt, die Oma um eine Barbie anzubetteln.

Diesen Artikel kommentieren

(muss sein)

Damit Sie auch so ein schönes Userbild bei Ihren Kommentaren angezeigt bekommen, müssen Sie sich einen Gravatar-Account zulegen und mit der dort hinterlegten E-Mailadresse kommentieren.

Noch keine Kommentare