Nido 12/12-01/13

Mit den Titelthemen: “Danke, Mama!” | Richtig spielen | “Ich bin kurz weg” | Babybilder im Internet |Wie gut ist unsere Kita? | 20 Seiten extra: Endlich Winter!

Liebe Leserinnen und Leser,

viele von uns wüssten nicht, wie sie den Eltern-Alltag ohne die Hilfe der eigenen Eltern bewältigen sollten. Oma oder Opa holen die Enkel vom Kindergarten ab, wenn es in der Arbeit länger dauert. Und bringen sie ins Bett und bleiben die ganze Nacht, wenn wir mal wieder feiern wollen. Zwei Drittel aller deutschen Eltern setzen die eigenen Eltern als Babysitter ein. Drei Viertel aller Großeltern unterstützen ihre erwachsenen Kinder auch mit größeren Geldbeträgen. Die Großeltern von heute sind nicht nur so fit und unabhängig wie nie – sie sind auch wichtiger denn je. In der Titelgeschichte dieser Ausgabe (ab S.2O) schildert Ulla Schickling, dreifache Großmutter, wie sie sich manchmal über die Ansprüche und Erziehungsmethoden moderner Eltern wundert. Und warum sie trotzdem gerne die allzeit bereite Oma ist, die ihr selbst als junge Mutter fehlte. Während der Feiertage kann man von der Verwandtschaft ja schnell genervt sein. Aber Schicklings Text erinnert uns daran, dass wir zu den Eigenheiten unserer Eltern und zu ihren gut gemeinten Ratschlägen einfach mal nichts sagen sollten, sondern stattdessen nur: Danke!

Wir wünschen viel Spaß mit dieser Ausgabe!

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4 Kommentare

  1. Julia

    Eigenlob stinkt – das weiß die Autorin von “Danke, Mama” offensichtlich nicht. Dieser Artikel trieft…
    Als ich den Titel gesehen habe, freute ich mich darauf, ihn zu lesen. Auch ich habe zwei Kinder, die regelmäßig Zeit mit den Großeltern verbringen, und es ist die klassische win-win-Situation. Denn die Entlastung für mich bedeutet Lebensfreude für die Omas und Opas. Wenn diese sich allerdings selbst so beweihräucherten, würde ich spucken. Für viele Omas bedeutet ein Enkelkind auch “gebraucht zu werden” und aktiver Teil der Familie zu sein. Diesen Aspekt hat die Autorin komplett ausgeblendet.
    Der Artikel hat mich tief enttäuscht! Ich hätte mir gewünscht, dass zwei Seiten dargestellt werden und nicht eine einzelne Omi berichtet, wie klasse sie ist und wie schwer sie’s früher hatte. Wie fühlt sich denn ihre Tochter bei der ganzen Sache? Ist sie überhaupt so unendlich dankbar über die so überragende Leistung ihrer Mutter? Oder möchte sie ihrer Mutter vielleicht das Gefühl geben, gebraucht zu werden und sie an ihrer Freude an den Kindern Teil haben lassen?
    Ich kenne sehr viele Frauen, deren Beziehung zu ihrer (Schwieger)-Mutter seit der Geburt der Kinder emotional “belastet” ist. Dies ist ein vielschichtiges Thema, das mehr Recherche benötigt als die Oma, die sich so tatkräftig selbst auf die Schulter klopft, offenbar hineingesteckt hat.
    Und zu dem schwulstigen Dankesschreiben von Benedikt: Wessen Idee war das denn?!?!

    • Veronika

      Danke! Mir spricht dein Kommentar aus der Seele!

    • Dani

      Habe die Ausgabe nicht gelesen, bin aber auf der Suche nach einem Artikel über Großeltern darüber gestolpert. Wir fragen uns nämlich schon seit langem, warum unsere Eltern als Großeltern manchmal ein Totalausfall sind, woran das liegt und wie man das vielleicht ändern kann / damit umgehen kann. Vielen unserer Freunde mit Kindern ergeht es nämlich ähnlich wie uns. Mit Totalausfall meine ich zum Beispiel “unseren” Opa, der obwohl er seine Enkel sehr selten sieht, meist lieber Zeitung liest oder vorm Computer abhängt, als Zeit mit seinen Enkeln zu verbringen. Da wird auch gerne mal die Glotze angestellt, damit a Ruh’ ist – hauptsache, man muss sich nicht nicht längere Zeit beschäftigen. Gerne wird die Ausrede genutzt, er könne halt mit kleinen Kindern nichts anfangen, aber wenn sie größer sind, ist er vielleicht schon zu alt bzw. einfach körperlich nicht mehr in der Lage, mit ihnen was zu unternehmen und zu spielen, meine ich…. Das finde ich sehr, sehr schade, da gerade ihr (leider einzig verbliebene) Opa bei unseren Kindern hoch im Kurs steht. Vielleicht plant die Nido ja mal einen Artikel über den “Trouble mit den Großeltern” (inkl. Streit über Erziehungsfragen etc.) ??!! Oder gab’s sowas schon mal in einer Ausgabe??

  2. Sabine

    Vielen Dank für den Artikel “Wenn bei Dreien einer zu viel ist”!
    Danke, dass Sie auf dieses Problem aufmerksam gemacht haben, nur so findet es Aufmerksamkeit und erreicht so hoffentlich die Politiker. Der Artikel bringt einem zum Weinen.
    Den betroffenen Frauen ist absolut kein Vorwurf zu machen, sie beugen sich dem Druck von Wesen, die sich Ärzte nennen. Die Politiker müssen diesem Treiben Einhalt gebieten und es schlichtweg verbieten und dafür sorgen, dass es staatlich geförderte Unterstützung und echte Hilfen für die betroffenen Frauen und Familien gibt. Die Krankenkassen müssen, statt solche Taten zu finanzieren, Beratungen und Unterstüzungen anbieten.