Kinder fragen

Kinder fragen, wir lassen Experten antworten.

Warum hat die Stunde 60 und nicht 100 Minuten? (von Jakob, 8, aus München)

„Die Stundeneinteilung geht auf die Babylonier zurück, bei denen die Zahl zwölf eine religiöse Bedeutung hatte. Die Zwölf und ihr Vielfaches wurden deswegen auch zur Einteilung der Zeit benutzt. Der Tag hatte fortan zwölf Stunden – dabei wurde jedoch nur der Tag gezählt, nicht die Nacht. Minuten gab es damals nicht. Die tauchten erst im späten Rom auf, damit man sich zeitlich besser koordinieren konnte. Die Sekunde wurde erst im 18. Jahrhundert in Europa im Rahmen der Industrialisierung eingeführt.
Gut zu wissen: In Frankreich hatte die Stunde auch mal 100 Minuten: Die französischen Revolutionäre versuchten, dieses Zeitsystem von 1792 bis 1794 durchzusetzen, doch das Volk sträubte sich so vehement dagegen, dass man es wieder rückgängig machte.“
Prof. Dr. Karlheinz Geissler Institut für Zeitberatung, München


Warum hat ein Toaster 7 Stufen, wenn der Toast schon auf Stufe 4 verbrennt? (von Nina, 7, aus Messstetten)

„Das Rösten von Brot hat eine lange Tradition, schon im alten Ägypten war dies die Methode, Brot haltbarer zu machen. Am Grundprinzip des Röstens und Trocknens hat sich bis heute nichts geändert. Allerdings sind die Geräte inzwischen mit weiteren Funktionen ausgestattet, sie haben zum Beispiel Stopptasten, Brötchenaufsatz, Krümelschublade und ein digitales Display. Und man kann das Brot nicht mehr nur rösten, sondern inzwischen auch aufwärmen, auftauen und individuell bräunen. Dabei muss man unbedingt beachten, dass für Brot und Toasties die geringeren Bräunungsstufen völlig ausreichend sind. Snacks oder tiefgefrorenes Toastbrot benötigen jedoch eine längere Garzeit und somit auch eine höhere Einstellung der Bräunungsstufe. Daher sind moderne Toaster mit bis zu sieben Stufen ausgestattet, auch wenn zum Toasten eine viel niedrigere Stufe ausreicht.“
Alexander Molsen, Marketing Manager bei Philips


Warum trocknet die Haut in der nassen Badewanne aus?(von Luis, 5, aus Berlin)

„Im Wasser nimmt die oberste Hautschicht Feuchtigkeit auf. Diese Schicht enthält sehr viele abgestorbene Hautzellen, sogenannte Hornzellen, die wiederum körpereigene Salze enthalten. Durch die sogenannte Osmose wird das Wasser in diese Zellen gesaugt, sie quellen auf, und die Haut wird schrumpelig. Vor allem an Händen und Fü.en, da hier besonders viele Hornzellen vorhanden sind. Dies passiert nicht im Meerwasser, da dort das Wasser ebenfalls an Salze gebunden ist und die Osmose daher nicht wirken kann. Durch warmes Badewasser wird außerdem die schützende Fettschicht von der Haut abgewaschen – je wärmer das Wasser, umso stärker. Dadurch verliert die Haut nach dem Baden Feuchtigkeit. Daher gilt: Nicht zu lange baden, nicht zu heiß, und nach dem Baden sofort eincremen, um die verloren gegangene Fettschicht zu ersetzen.“
Prof. Dr. med Philippe Stock Charité-Klinikum Berlin

Teil 2 mit Darth Vader, Schlauen Schweinen und dem Ich.

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