Nicht wirklich sauber

Viele Lebensmittel werben mit Labels wie “ohne Zusatzstoffe” – einer Studie zeigt, was wirklich dahinter steckt.

In der März-Ausgabe von Nido schreibt Autorin Kathrin Hartmann über Zusatzstoffe in Lebensmitteln. “Clean Labeling” wird das Bestreben der Lebensmittelindustrie genannt, bei verarbeiteten Produkten auf Inhaltsstoffe mit E-Nummern zu verzichten und diese durch andere Stoffe zu ersetzen. Dank spezielle Angaben auf der Verpackung wie “keine Konservierungsstoffe”oder “ohne Zusatzstoffe” sollen wir Verbraucher leichter erkennen können, wo es sich um ein möglichst natürlich hergestelltes Produkt handelt.
Was an sich nach einer super Idee klingt, ist laut einer Studie der Verbraucherzentralen oftmals nur heiße Luft: So wurden zum Beispiel bei 68 Produkten – die laut Verpackungsangabe auf Geschmacksverstärker wie Glutamat verzichten, andere geschmacksverstärkende Zutaten wie Hefeextrakte verwendet. Das Fazit der Studie: “Eine höhere Qualität bei Lebensmittelprodukten, die explizit auf bestimmte Zusatzstoffe verzichten, ist kaum erkennbar.”

Hier gibt es die Studie und eine Liste mit täuschenden Clean-Label-Auslobungen.

Anke Helle
Über die Autorin:
Anke Helle ist stellvertretende Chefredakteurin von Nido. Als Kind wünschte sie sich nichts sehnlicher, als in einem Playmobil-Haus leben zu dürfen. Heute ist sie sehr froh darüber, dass ihre Wohnung keine Plastikwände hat – den hoch modern ausgestatteten Ponyhof ihrer Neffen und Nichten beäugt sie manchmal dennoch ein wenig neidisch.

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