So bitter ist Schokolade

So bitter ist Schokolade

Was unsere Süßigkeiten mit Kinderarbeit zu tun haben

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13 Kommentare

  1. Rosanne Sommerauer

    Liebe Nido-Redaktion,
    mit großem Interesse habe ich den Artikel über die Haselnussernte gelesen. “Was sich hier in der Nähe des türkischen Dorfes Islamdag….abspielt, sollte es eigentlich nicht mehr geben…Ihre Ernte wird als Nutella und Ferrero Rocher auf unseren Frühstückstischen und in unseren Kühlschränken landen.” Betroffen schlage ich das Heft zu und sehe auf der Rückseite die Anzeige von Ferrero für Nutella und Co. Erst Ungläubigkeit, dann Empörung über diese Doppelmoral. Wie peinlich!!!!! Natürlich lebt eine Zeitschrift auch von Anzeigen, aber ein besserer Informationsfluss bzgl. der Inhalte der aktuellen Ausgabe sollte doch wohl möglich sein! Darüber hinaus, gibt es sicherlich andere Anzeigenpartner, hinter deren Produkten man eher stehen kann und die z. B. mit einem Fair-Trade-Siegel ausgezeichnet sind. Ich denke, ihre Zielgruppe würde das begrüßen!
    Mfg
    Rosanne Sommerauer

  2. Leonie und Linus

    Wir sind als Familie schon seit Jahren begeistert von diesem Heft. Es gefällt gerade meinem Sohn (5) in vielen Bereichen (Bastelideen etc). Den Artikel HANDARBEIT haben wir gemeinsam vereinfacht gelesen. Er hat meinen Sohn sehr berührt. Tatsächlich ist IHM dann die Werbung auf der Rückseite aufgefallen, nicht mir.
    Euer Artikel und die Werbung hat bei uns viele Gespräche und Gedanken ausgelöst. DANKE!
    Für die Zukunft wünschen wir uns aber mehr Konsequenz und Absprachen zwischen Redaktion und Werbung.
    Grüße
    Leonie und Linus

  3. Sven

    Ich will die Redaktion von Nido aber doch mal ein wenig in Schutz nehmen, denn in anderen Magazinen hätte die Geschäfts- oder Anzeigenleitung vermutlich den Artikel ganz untersagt oder zumindest den wiederholten expliziten Hinweis auf Ferrero. Ich habe es schon erlebt, dass eine Anzeige meines damaligen Verbandes bei der WAZ nicht geschaltet wurde, weil man Sorge hatte, dass der zahlungskräftige Dauerkunde dann Stunk macht. So viel zum Thema unabhängige, freie Presse…. Etwas deplatziert fand ich die Anzeige aber natürlich dennoch;-) Aber immerhin finanziert Ferrero diesmal damit die Reise eines Journalisten in die Türkei….
    Ich begrüßte es, wenn es mehr derartige Themen in dem Heft gäbe, denn es ist aus meiner Sicht besonders zynisch, wenn Kinder in anderen Ländern keine Kindheit haben dürfen, damit unsere Kinder eine schöne Kindheit haben können (ob dazu zwingend Nutella gehört, sei dahingestellt, ich meine diese Aussage eher generell und verallgemeinert…). Der Artikel zeigt zudem eindrücklich, wozu der Wahn, alles immer billiger herstellen zu müssen (und auch immer billiger verkaufen zu müssen; auch hier beziehe ich mich weniger auf Ferrero, sondern den allgemeinen Trend zu Billigware), führt. Sowas geht nur auf Kosten Anderer! Und nur, solange wir alle dies mitmachen… Natürlich kann man nicht von heute auf morgen oder überhaupt 100% ethisch korrekt leben, aber wenn jeder bei 5 Produkten den Anfang macht, bewirkt das auch etwas….

  4. kati

    An die Nido-Leser und die Redaktion,

    es freut mich sehr, daß die deplatzierte Werbung auch anderen Lesern aufgefallen ist. Trotzdem bin ich für den Artikel sehr dankbar! Werde beim einkaufen/konsumieren nun an den genannten Produkten vorbei gehen. Auch wenn es sehr schwer ist. -.-

    Es wurden ja diverese Siegel aufgeführt, vielleicht beim nächsten mal mit den entsprechenenden Symbolen. Hat einen höheren Wiedererkennungswert.

    Allen noch einen erfolgreichen Tag!

  5. Kerstin Becker

    Liebe Nido-Redaktion!
    Mit großem Interesse habe ich den Artikel über die Haselnussernte gelesen. Und dann der Blick auf die Rückseite Ihres Heftes…
    Ich kann nachvollziehen, dass Redaktion und Anzeigenabteilung nicht Hand in Hand arbeiten. Trotzdem wird der Artikel dadurch etwas unglaubwürdig. Einerseits sagen Sie: “Kauft nichts von Ferrero, die arbeiten nicht fair” andererseits aber auch “Kauft Ferrero!!!!”
    Vielleicht sollten Sie sich doch noch einmal bewusst machen, welche Doppelbotschaften Sie damit verbreiten und ob die sich irgendwie verhindern lassen. (Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg…) Und noch ein Vorschlag: Es gibt ja auch positive Beispiele aus der Branche, das wäre auch einen Artikel wert (z.B. Gepa und andere Produkte mit Transfair-Siegel).
    Viele Grüße,
    Kerstin Becker

  6. Liebes NIDO-Team,

    ich finde es sehr gut, dass ihr solche Themen aufgreift. In dem Artikel wird sehr gut deutlich, dass es sich bei Kinderarbeit in erster Linie um ein Einkommensproblem handelt. Wenn eine Person auf der Plantage nur 13 Euro am Tag verdient, reicht das nicht aus, um eine Familie zu ernähren. Es ist also nicht verwunderlich, dass Eltern in der Not ihre Kinder mit einspannen.
    Als Endabnehmer der Haselnüsse tragen Ferrero und Co die Verantwortung dafür, dass die Plantagenarbeiter einen Lohn bekommen, von dem sie und ihre Familien leben können. Als KonsumentInnen müssen wir die Schokoladenunternehmen an diese Verantwortung erinnern. Euer Vorschlag unter “Was kann man tun?” finde ich richtig – Fragt bei den Unternehmen nach, was sie tun und greift bei Schokoladenregal öfter mal nach Schokolade aus dem Fairen Handel.
    Im April 2013 werden verschiedene Europäische Organistionen eine Kampagne unter dem Motto “Make Chocolate Fair” starten, mit der die Schokoladenunternehmen mit einer Petition dazu aufgefordert werden, die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Kakaobauern zu verbessern. Wer Informationen zur Kampagne “Make Chocolate Fair” möchte, bekommt diese beim INKOTA-netwerk (www.inkota.de).

    Viele Grüße,

    Evelyn Bahn

  7. Steffen

    An den Reaktionen ist aber zu erkennen, dass sich die Redaktion ein bisschen mehr Mühe geben muss, gerade was die Zusammenarbeit mit den Kollegen der Anzeigengestaltung.
    Ansonsten ist erstaunlich wenig Werbung in eurem Magazin vorhanden.

    Aber bitte mehr von solchen Themen. Wir machen uns alle noch viel zu wenig Gedanken darüber, wo eigentlich die Dinge des tägliche Bedarfes und alle sonstigen herkommen.

    Danke und Gruss,
    Steffen

  8. lotta

    “Die Redaktion hat keinen Einfluss auf die Anzeigengestaltung und umgekehrt ist die Redaktion selbstverständlich in ihrer journalistischen Arbeit unabhänig von Anzeigenkunden – was durch das von euch genannte Beispiel ja besonders deutlich wird.
    Dass die Anzeige, die euch aufgefallen ist, im gleichen Heft steht wie die kritische Reportage aus der Türkei, ist ein Zufall. Ein Zusammenhang besteht natürlich nicht.
    Beste Grüße aus der Nido-Redaktion,”…

    Das ist anscheinend eine vorformulierte Antwort, denn diesen Kommentar habe ich 1:1 bekommen, als ich den Artikel und die verquere Werbung hinten dran bei Facebook kritisiert habe!

    Komisch.

    • Liebe Lotta, die Antwort von Chefredakteur Patrick Bauer war zuerst da – auf Facebook habe ich diese Antwort nochmal gepostet (und zusätzlich auf den Kommentar auf Nido.de verwiesen), weil die Frage/der Vorwurf ja gleich war. Beste Grüße! Sophie Servaes, Nido.de

  9. Patrick Bauer

    Liebe Veronika, liebe Muriel,

    besten Dank für eure Meinung. Der Vorwurf des “Product Placement” ist aber ebenso abwegig wie nicht zutreffend. Die Redaktion hat keinen Einfluss auf die Anzeigengestaltung und umgekehrt ist die Redaktion selbstverständlich in ihrer journalistischen Arbeit unabhänig von Anzeigenkunden – was durch das von euch genannte Beispiel ja besonders deutlich wird.

    Dass die Anzeige, die euch aufgefallen ist, im gleichen Heft steht wie die kritische Reportage aus der Türkei, ist ein Zufall. Ein Zusammenhang besteht natürlich nicht.

    Beste Grüße aus der Nido-Redaktion,

    Patrick Bauer

  10. Veronika

    Soso, die bedauernswerte Firma Ferrero würde ja sooo gerne korrekt geerntete Haselnüsse verarbeiten…
    Aber wenigstens verdient Nido mit dem protzigen Inserat auf der Rückseite des Magazins genug.
    Liebe Redaktion, diese, als konsumkritisch getarnte productplacement ist peinlich!!!

    • Muriel

      DANKE!!!!
      Besser hätte ich es nicht formulieren können!!!!
      Schämt euch!!
      Unten noch die Tipps wie ich Kinderarbeit vermeiden kann die einzelnen Siegel aufgelistet (fairtrade und co.) Und als Unterstreichung euerer Überzeugung kommt die Werbung von Ferrero auf die Rückseite?!?!?
      Das will einer mal verstehen..
      Ganz nach dem Motto: Geld regiert die Welt..
      Traurig…

      Grüße
      Muriel

    • Sabrina

      Schön, daß es nicht nur mir aufgefallen ist.

      Würde da ein Zusammenhang bestehen, liebe Redaktion, wäre das ja skandalös.

      Nido sollte an der Zusammenarbeit der Abteilungen etwas ändern bzw auch fair traid Werbepartner finden. Schließlich geht es ja in Ihrem Heft um Vorbild sein, zu seinem Wort stehen und konsequent bleiben.

      Sabrina