Heftkritik: Nido 7-8

Mit den Titelthemen: Wer erzieht mit? | Nido-Aktion: Wohin mit unseren Kindern, Frau Schröder? | Kindermode selber nähen | Im Sommer unterwegs | Ein Bild für dich, Mama

Liebe Leserinnen und Leser,

bei »Günther Jauch«, in Angela Merkels Kabinett – und in unserer Kantine. Die Aufreger-Themen »Kita-Ausbau« und »Betreuungsgeld« wurden in den vergangenen Monaten rauf und runter diskutiert. Wobei sich die meisten einig sind: Das Familienministerium sollte sich jetzt auf den versprochenen Ausbau der Kita-Plätze bis August 2013 konzentrieren. Mit unserer Aktion »Wohin mit unseren Kindern, Frau Schröder?« (ab S.18) gibt Nido dem Betreuungsnotstand ein Jahr vor Ablauf dieser Frist ein Gesicht: wir haben Familien besucht, die akut einen Kita-Platz suchen. Die Lektüre der Erzählungen von Müttern und Vätern macht wütend auf die Versäumnisse der Politik. Auch Sie? Dann unterstützen Sie unsere Aktion: Unterschreiben Sie auf nido.de/kitanotstand. Wir haben außerdem rechtzeitig zu dieser Ausgabe unseren Internet-Auftritt überarbeitet und ausgebaut: Nido.de ist jetzt Nido für jeden Tag – ein Blog, auf dem Sie alles finden, was in der Welt von Eltern wichtig ist. Schauen Sie sich das mal an!

Jetzt auf Nido.de – das Familiensprung-Gewinnspiel:

Einfach mal abtauchen! Welche Familie lässt das Wasser beim Sprung in den See, das Freibadbecken oder den kühlen Fluss am stärksten spritzen? Nido und Sony suchen die besten Fotos, die unsere Leser, ihre Kinder oder alle zusammen bei einem Sprung ins Wasser zeigen. Schicken Sie uns Ihr bestes Sprungbild – und gewinnen Sie mit etwas Glück eine von zehn wasserdichten Handycams GW55 von Sony. Damit Sie Ihre Familie in Zukunft auch unter Wasser fotografieren und filmen können. Mehr Informationen zum Gewinnspiel und die Anleitung, wie Sie Ihr Bild hochladen können, unter nido.de/familiensprung. Viel Spaß!

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38 Kommentare

  1. Sandra

    Schrieb nicht jemand, es sollte sich mal jemand mit einer “einfachen Tätigkeit” zum Thema Betreuungsnotstand melden? Eine Putzfrau, oder so?
    Ich bin eine. Aber nur wegen meiner Kinder. Das war nämlich der einzige Job, der sich mit meinen Kindern zeitlich gut vereinbaren ließ.
    Allerdings bin ich altersmäßig im Vergleich zu den Eltern aus dem aktuellen Heft mit schon recht großen Kindern gesegnet- ich bin 42, unsere Töchter sind 20, 15 und 12.
    Eigentlich bin/war ich mal Wirtschaftsjuristin. Bei Tochter Nr. 1 hab ich nach 18 Monaten Erziehungsurlaub wieder Vollzeit gearbeitet; ging nicht anders. Mein Mann ist Elektriker, damals genau wie ich noch recht jung. Da ist der Gesellenlohn noch nicht so üppig.
    Tochter Nr. 1 wurde erst von meiner Mutter- im Wechsel mit meiner Schwiegermutter- betreut. Als sie 4 war, bekam ich einen Ganztagsplatz im örtlichen Kiga, der mich damals 950 Mark kostete. Von 8-17. Dafür ging schon mal das halbe Gehalt drauf…
    Außerdem hatte der Kiga die unschöne Eigenschaft, am frühen Nachmittag irgendwelche Eltern- und Kind – Veranstaltungen abzuhalten, zu denen ich mir entweder frei nehmen musste bzw. eine Oma mitschickte- mein Mann fiel aus, der tourte unter der Woche im Osten umher….
    Als Tochter Nr. 2 unterwegs war, stand für mich fest- so einen Streß mache ich nicht mehr. Außerdem kam kurz darauf die Große in die Schule, da war dann nichts mehr mit Betreuung ab 12 Uhr.

    Also gab ich – mehr oder minder – notgedrungen nach Erziehungsurlaub mit Tochter Nr. 2 meinen Beruf auf. Es ist hier – Ostfriesland- bis heute so, daß es so gut wie keine Ganztagsgrundschulen gibt. Ganztagskitas, ja, die gibt es mittlerweile. Aber – 6jährige ( oder teilweise schon 5jährige) am Nachmittag alleine lassen?
    Erst ab der weiterführenden Schule gibts wieder Ganztagsangebote- vorher müssen sich die Eltern schon selbst kümmern, wenn keine allzeit bereite Oma zur Verfügung steht.

    Da blieb mir nichts anderes übrig, als mir etwas zu suchen, was ich während der Anwesenheit meines Mannes oder während der normalen Kiga-Zeiten machen konnte. So verfiel ich aufs Putzen.

    Und das werde ich auch wohl weiterhin tun- nach insgesamt 15 Jahren aus dem Beruf wird sich da wohl nichts mehr finden. Außerdem gehören Wirtschaftsjuristen hier nicht gerade zum gesuchten Personal- Putzfrauen dagegen schon.

    Als die Mauer fiel, war ich 20. Ich kenne die DDR nicht, hätte mir aber eine Lösung wie dort üblich gewünscht. Weil- wenn mich meine Älteste fragen würde- was meinst Du, Mama, soll ich Kinder bekommen oder eher nicht?- würde ich sagen- wenn Du einen Beruf hast, den Du magst, den Du weiter ausüben möchtest- dann nicht. Oder nur eines. Mit einem Kind bekommt man das schon irgendwie hin, mit Beruf, Kind und Haushalt. Ab Zweien wirds schwierig. Und ab drei Kindern chaotisch, wenn nicht gar unmöglich. Es sei denn, Du bekommst Drillinge. Dann musst Du nämlich nicht drei verschiedene Einrichtungen (Kiga, Grundschule, weiterführende Schule ) mit ihren Eigenheiten unter einen Hut bringen…..

    Und was die Förderung im Kiga angeht- ob das nun so super ist für ganz kleine Kinder?
    Meine Mittlere hat vor den Sommerferien ein 3-wöchiges Praktikum in einem Kiga gemacht. U-3 Gruppe, das Jüngste war gerade 15 Monate alt.
    16 Kinder in einer Gruppe, zwei Erzieherinnen. Aber- es gab immer Kinder dabei, die gerne die Nähe der Erwachsenen suchten- als Fluchtpunkt, zum Kuscheln, als Auszeit- das wurde aber immer so ein bißchen abgebügelt- die Kinder sollen bitte miteinander spielen. Wenn ich die Mittlere abholte, hatte sie meistens ein Kind auf dem Arm und je eines an jedem Bein. Kommentar der Erzieher- sie muß noch lernen, sich da abzugrenzen und keine körperliche Nähe zuzulassen.
    Wobei Tochter der Meinung ist- ich kann doch kein kleines Kind, was einfach nur ein bißchen auf den Arm möchte, weil es müde ist, genug vom Trubel hat, einfach so wegschicken??
    Unter solchen Bedingungen denke ich,- 8-9 Stunden pro Tag sind da wirklich viel für ein so kleines Kind. Alleine schon vom Trubel und der Lautstärke her.
    Möchte man sein kleines Kind mit anderen Kindern zusammen bringen- dann reicht vielleicht ein stundenweiser Besuch an einigen Tagen pro Woche aus. Hier gibt es so Spielgruppen für unter 3jährige, zwei Nachmittage pro Woche a zwei Stunden.
    Würde ich ausreichend finden. Kinder sollten im Kiga ja in erster Linie lernen, in einer großen Gruppe zurecht zu kommen, Bedürfnisse ein wenig zurückstellen können, lernen, wie gehe ich mit anderen Kindern um, wie vermeide ich Streitsituationen bzw. löse Konflikte….das reicht dann auch ab 3.
    Alles andere- Förderung in Richtung Schule z.B- kann auch sehr gut im Elternhaus laufen.
    Ich sehe es auch so- wenn es wirklich eine Wahlfreiheit geben soll, müssten auch mehr Teilzeitstellen geschaffen werden. Und diese unsägliche Herdprämie – wenn sie denn die Eltern unterstützen soll, die ihr Kind in den ersten Jahren nicht fremdbetreuen lassen wollen- in anständiger Höhe. Also, am besten wie das Elterngeld gekoppelt ans vorherige Einkommen, mit einem Mindestbetrag.

    Zum Heft selbst- die Nido ist mir zufällig in die Hände gefallen- beim Job. Eine abreisende Familie hat sie in der Ferienwohnung liegen lassen.
    Ich finde das Heft interessant, sehe aber schon deutlich die “upper class” als Zielgruppe.
    Da meine Töchter ja nun wirklich schon größer sind ( und mir das Heft zu teuer, ehrlich gesagt) werd ich es wohl nicht öfter kaufen. Es sei denn, es findet sich ein Thema auf dem Cover, was mich “anspringt”….

    • Liebe Sandra, vielen Dank für diesen sehr interessanten Beitrag! Wir hoffen sehr, dass Ihnen das ein oder andere Nido-Thema auch in Zukunft gefallen wird! Herzlichst aus der Redaktion, Vera Schroeder

  2. Bodil

    Eine Heftpreiserhöhung ohne Vorankündigung und auch ohne Stellungnahme im Heft empfinde ich als Arrogant und Stillos. Die abgegebenen Begründungen als Antwort auf den Kommentar hier auf der Seite kann ich zwar begrenzt nachvollziehen, aber gemeinsam mit Heftdicke, Gratiszugaben (welche meiner Meinung nach aber in Wirtschaftlichkeitsberechnungen vorab eingeplant werden) ist ja auch der Anteil an (Geldbringender) Werbung deutlich gestiegen. Gerade als “Zielgruppenmagazin” der etwas besser gestellten Mamas und Papas inserieren hier ja auch die nicht gerade günstigen Firmen entsprechend… Das ist ja auch alles schön und gut, wir kaufen die NIDO ja schließlich auch, aber die Leser sollten doch nicht zu sehr aus den Augen verloren werden. Ich denke eine doch breitere Masse der Leser läßt sich gerne inspirieren, möchte aber doch weiter einbezogen werden, sei es mit einem Kommentar zum Preis !

    • Hallo Bodil,
      vielen Dank für Ihren Beitrag, wir wollen unsere Leser auf keinen Fall aus den Augen verlieren! Die Preiserhöhung ist nach drei Jahren im Markt aus wirtschaftlichen Gründen allerdings leider notwendig. Wir hoffen sehr, dass Ihnen das Heft trotzdem weiter gefällt.
      Herzliche Grüße aus der Redaktion, Vera Schroeder

  3. Stefan Maier

    Liebe Nido-Redaktion,

    warum ist es eigentlich so, dass Deutschland insbesondere in Sachen Kinderbetreuung den meisten anderen europäischen Ländern hinterherhinkt? Prof. Dr. Barabara Vinken hat zu der Thematik einen interessanten Artikel veröffentlicht: http://www.atkearney361gr...
    Sie leitet die aktuellen Engpässe der Kinderbetreuung in Deutschland aus unserer Vergangenheit her. Während überall in Europa die Krippenplätze ausgebaut wurde, entschied sich Deutschland für einen Gegenentwurf zu der Verstaatlichung der Kindererziehung in der DDR mit der Folge das heute gerade für Frauen weder Kinder noch Karriere möglich sind.

  4. Janine

    zum Artikel “Wohin mit unseren Kindern, Frau Schröder?”

    Generell ja wirklich ein brisantes Thema, zu dem bestimmt viele zu Wort kommen könnten und müssten, allerdings bei der Auswahl derer, die da zu Wort kommen, denke ich, es handelt sich um Jammern auf hohem Niveau.
    Sicherlich, in Deutschland ist es nicht leicht und auch nicht billig, Kinder zu haben, das mussten auch wir merken, wobei wir das Glück haben, trotzdem wir beide im Schichtdienst arbeiten und dazu Zwillinge haben, beide sehr gut in einer Kita untergebracht zu haben.
    Bei dem Artikel in der Nido kommen ausschließlich, bis auf wenige Ausnahmen,
    Menschen, die beide ein hohes Einkommen haben und sicherlich auch mit einem leben könnten, zu Wort. Eine Journalistin ist finanziell nicht darauf angewiesen, ihr Kind schnell in die Kita zu bringen, um arbeiten zu können, wenn ihr Mann Arzt, Anwalt oder ähnliches ist.
    Wieso kommen nicht mal die Menschen zu Wort, die nicht zur Upper Class gehören, bei denen eine fehlende Kinderbetreuung und damit ein Ausfall eines zweiten Einkommens ein Leben auf niedrigstem sozialen Niveau bedeutet, bei denen es nicht darum geht, nur ein mal in den Urlaub zu fliegen, sondern kann ich meinen Kindern das Kuscheltier kaufen oder reicht das Geld dann nicht, um über den Monat zu kommen?
    Ich lese gerne die Nido, aber bitte, wenn ihr schon soziale Themen unter die Lupe nehmen wollt, dann wirklich mal unter sozialen Aspekten und mit der Realität, ohne Menschen mit niedrigem Einkommen und wirkliche soziale Brennpunkte auszuklammern.
    Wir sind beide Krankenpfleger und verdienen bestimmt auch nicht üppig, aber wir sind uns dessen bewusst, dass es viele Menschen gibt, die wirklich Grund haben, Existenzängste zu zu haben, bei dem Gedanken an die Familienpolitik in Deutschland.
    Ich denke, dass der ein oder andere Artikel zu genau diesen Familien, die wirklich wenig Geld haben und dennoch auch ein Recht dazu, Kinder in die Welt zu setzen, mal wieder in der Nido ganz gut tät, damit sich viele mal wieder dessen bewusst werden, auf welch hohem Niveau sie jammern.

  5. Antje

    Liebe Nido-Redaktion,

    in vielen Regionen des Landes haben es die Eltern sicherlich schwerer als wir in Berlin. Insofern unterstütze ich die Aktion vorbehaltlos, denn sie ist ein wichtiger Schritt.

    Trotzdem fehlt mir bei der ganzen Diskussion ein weiterer wichtiger Punkt: für mich ist die Wahlfreiheit erst dann erreicht, wenn es auf dem Arbeitsmarkt auch endlich mehr Teilzeitstellen gibt. Ich möchte gern arbeiten, aber ich möchte auch Zeit für mein Kind haben. Was nützt mir ein 9-Stunden-Kita-Platz, den ich für eine 40-Stunden-Woche bräuchte, wenn ich mein Kind nur noch wecke und ins Bett bringe. Ich möchte auch Zeit mit meinem Kind verbringen!
    Die Suche nach einer 20-30-Stunden-Stelle gestaltet sich bei mir als Suche nach der Nadel im Heuhaufen! Die Unternehmen sehen einfach nicht die Vorteile, dass mehr Mitarbeiter auch mehr Flexibilität für die Unternehmen bedeutet, z.B. im Krankheitsfall eines Mitarbeiters, bei der Verteilung von Aufgaben usw.! Wieso herrscht noch immer soviel Misstrauen, wenn es um das Thema Homeoffice geht? Wer sagt, dass zwei Teilzeitmitarbeiter weniger schaffen als ein Vollzeitmitarbeiter? Meine Erfahrung ist, dass ein Mitarbeiter, dem entgegen gekommen wird, auch motivierter ist. In der Realität geht es aber vor allem um Kontrollzwang und Stechuhr, statt um motivierte Mitarbeiter – und derjenige, der als letztes geht, gilt als der fleißigste, auch wenn er 1/3 der Zeit im Internet surft, statt zu arbeiten..

    Ich hoffe sehr, dass hier die Politik einen Weg findet, dass die Gesellschaft weiter umdenkt und es mehr Flexibiltät bei der “Work-Live-Balance” gibt, damit es (nicht nur für Mütter und Väter!) endlich nicht mehr nur die Wahl zwischen “ganz oder gar nicht” gibt.

  6. Bernd Marzocca

    Liebe NIDO-Redaktion,
    mit einem Schmunzeln blättere ich gerade in einem Buch, was mir meine Frage beantwortet, welche Zielgruppe von NIDO nun angesprochen sein soll. Betrachten Sie bitte meine kleine Kritik auch mit einem Augenzwinkern.
    Das Buch heißt: “Lassen Sie mich durch, ich bin Mutter”. Es ist von Anja Maier geschrieben und beschäftigt sich mit “Edel-Eltern und ihren Bestimmerkindern”. Allein das 1. Kapitel – “Eine Rückkehr oder Wie lebt´s sich heute unter Eltern?” hat mir ein Aha-und-genau-so-ist-es-Erlebnis beschert, weil es vieles beschrieb, was ich in meiner Stadt beobachte.
    Es geht, mal kurz umrissen, um Eltern, die stets über ihre Alltagsprobleme erhaben sind. Die finanzielle Kraftakte mit souveräner Leichtigkeit meistern, dank eines wohlhabenden Hintergrunds. Sie leben stets ökologisch korrekt und gestalten zweifelsfrei ihr Lebensumfeld biodynamisch und atmungsaktiv – und sind, was die “Frühförderung” ihrer Kinder angeht am “Puls der Zeit”. Nebenbei betreiben sie eine Form der Gentrifizierung im Prenzlauer Berg, weil sie alles an Wohnungen kaufen, was zu haben ist und eine Mietpreisentwicklung mitverursachen, die dazu führt, das Alt-eingesessene den Prenzlauer Berg verlassen, weil Wohnen dort unbezahlbar geworden ist.
    …es geht letztendlich um ” von Macchiato-Müttern und anderen Elternphänomenen”

    Eine Freundin, Mutter zweier Kinder, empfahl mir dieses Buch mit den Worten, es ginge um NIDO-lesende Macchiato-Mütter…

    Viel Spaß wünsche ich Euch allen mit diesem herrlichen Buch :-)

  7. Vivi

    Liebe Nido-Redaktion, eigentlich mag ich euer Heft wirklich gerne und bin daher treue Abonnentin.
    ABER: Wie kommt ihr darauf, einen bei lebendigem Leibe gerupften Hahn abzubilden? Kommt keiner auf die Idee, dass das Tier wahnsinnige Schmerzen leiden musste? Und nun bezahle ich durch den Heftkauf auch noch für dieses Foto. Das ärgert mich wahnsinnig. Meine aktuelle Nido war sofort im Altpapier. Wie soll man seinen Kindern eine solch dumme Fotostrecke erklären?!

    • Liebe Vivi, der Hahn wurde nicht bei lebendigem Leibe gerupft, sondern kam bereits so auf die Welt. Es handelt sich um eine spezielle Züchtung. Beste Grüße!

    • ra@hel

      Ja, wenn er eine spezielle Züchtung ist, dann muss man das betonen! Aber selbst dann ist es ein Wahnsinn, das Bild auszuwählen, denn solche spezielle Züchtungen sind genauso abzulehnen und Tierquälerei!!
      Also, bitte bei Fotos nicht nur auf Effekte und Provokation achten.
      Ich war entsetzt!!!
      R.

  8. ra@hel

    Finde eure Zeitung interessant, nur: Die Tierfotos von Huhn und Katze fand ich furchtbar, besonders jenes vom Huhn. Was ist euch da eingefallen? Das ist doch eingequältes Tier!!
    Lg

  9. eine mutter

    Folgende Kritik bzw Anmerkungen habe ich:

    Wer erzieht mit?
    Gutes und wichtiges Thema, das viel zu wenig diskutiert wird!
    Ein Aspekt fehlt mir allerdings: der der Gesellschaft, oder nennen wir es “öffentlicher” Raum, bzw Wohnumfeld.

    Wenn sich (m)ein Kind im alltäglichen Leben, z.B. Geschäft/Straße, schlecht benimmt oder fehlverhält, z.B. bei Rot über die Ampel geht oder Müll in die Gegend wirft, ist es doch gut, wenn es (in angemessenem Ton) darauf hingewiesen wird.
    So lernt es, dass es nicht nur die ewig nervenden Eltern sind, die Grenzen setzen bzw. reglementieren, sondern das es eine größere Gruppe (i.e. Gesellschaft) gibt, die ein Konsenz trägt (womit man beim miterziehenden Dorf wären) und auf ein funktionierendes Miteinander achtet.

    Ggf trifft man auf Zeitgenossen, deren Kommentare einem nicht passen, aber so ist es nun mal und das gehört eben dazu.
    So lernen Kinder, dass es andere Meinungen gibt, die akzeptiert werden oder aber auch abgelehnt werden können = Demokratie.

    Nähanleitungen
    Die Idee des Regenponchos ist ganz nett, aber klar das Ergebnis eines warmen trockenen Sommers: es ist viel zu kurz!
    Zudem fehlt der Hinweis, dass die meisten Wachsdecken aus PVC sind!

    Jersey zu vernähen gelingt nur gut auf einer Maschine, die ein extra Programm hat. Auf einer Wald- und Wiesenmaschine wird das nix.

    Insgesamt nette Idee, aber Umsetzung eher schwach, zudem schlecht präsentiert (die Farbe!).

    • Tanea

      Zum Thema: zurechtweisen fremder Kinder fühle ich mich immer gehemmt. Das Bild von den energisch einschreitenden Eltern die einem den Kopfwaschen, wenn man ihr Kind auch nur falsch anschaut ist irgendwie tief in meinem Unterbewußtsein. Kann gar nicht sagen, ob ich das aus eigener Erfahrung kenne, oder woher ich das habe. Also selbstverständlich ist es sicher nicht, dass man fremde Kinder in ihre Schranken weist. Habe eine Zeitlan in nem Buchladen mit Kinderbuchabteilung gearbeitet, und da ist man wirklich erst dazwischen, wen die Kinder angefangen haben den Laden auseinander zu nehmen.

  10. stine

    zum thema kita-notstand:
    wir haben das große große glück gehabt, dass es bisher in dresden weder schwierig war, eine tagesmutter (meine tochter ging mit 11 monaten dorthin) und auch im anschluss sofort einen kita-platz zu bekommen. so horrende betreeungskosten wie (von “west”-kollegen berichtet) in anderen teilen deutschlands kennen wir hier nicht. sicherlich wird es aber nächstes jahr auch hier anders aussehen. und da ich frage mich wirklich, wie 150,- betrreungsgeld ein zweites gehalt aufbessern sollen?!
    In diesem sinne möchte ich auch gleich juli wiedersprechen – manche haben es wirklich nötig, von zwei gehältern zu leben. das sicher ein ärzteehepaar auch gut mit einem gehalt zurecht kommt, wenn es denn seine bedürfnisse runterschraubt, mag ich gut glauben. wir jedoch gehören zu den gering- bis normalverdienern als teamassistenz und kfz-lackierer zu sogenannten ostlöhnen und würden nur mit einem gehalt in die hartz4-aufstockung rutschen. außerdem gebe ich gern zu, dass ich meine unabhängigkeit durch selbstverdientes geld schätze und liebe. wir können uns auch mit zwei gehältern kein luxus leisten, aber ein vernünftiges, einigermaßen abgesichertes leben – diese entscheidung haben wir bewusst getroffen und möchten wir auch vor niemanden verteidigen müssen. das muss immer noch jeder selbst entscheiden. nix selbstverwirklichung…
    und noch abschließend – auch wenn wir keine superverdiener sind und ich mich ab und an in der nido nicht angesprochen fühle, da oft (auch wenn es gerade abgestritten wird) es doch um die besser gestellte gehaltsschicht in deutschland geht – ich lese und verstehe die nido :-D geht sicher auch vielen anderen so, vielleicht taucht demnächst ja auch mal eine verkäuferin/müllfahrer/putzfrau oder was auch immer in euren artikeln auf.
    ansonsten großes lob, ich mag eure zeitung, die im gegensatz zu anderen elternzeitschriften auf dieses ganze getüddel drumherum verzichtet.

  11. Jule

    Thema Kita-Notstand: Mir stockte angesichts der ausgewählten Paare auch ein wenig der Atem. Die ausgewählten Personen des Kitanotstands-Beitrages müssen eine Ohrfeige für all diejenigen sein, die nicht in der Oberliga der Berufe mitspielen und tatsächlich auf einen Kitaplatz angewiesen sind, um sich ihre Existenz zu sichern. Diese Berichterstattung erweckt den Anschein, dass es vorrangig um die Selbstverwirklichung der Eltern geht, die Angst haben den Anschluss im Job zu verlieren und nicht um die Kinder. Vielleicht ist es ja auch positiv, die Zeiten der Kindererziehung zu genießen, die in Anbetracht eines langen Arbeitslebens ein Bruchteil ausmacht. Bei den meisten der vorgestellten Paare sollte dies durchaus möglich sein und als Chance gesehen werden, die vielen aufgrund ihrer niedrigen Gehältern verwehrt bleibt. Ansonsten sollten die Prioritäten was die Familienplanung betrifft wohl eher anders gesetzt werden, wenn es vorrangig um beruflichen Erfolg und Geld geht.
    Auch ist der Ansatz falsch. Es gibt kaum noch gut ausgebildete Erzieher und Erzieherinnen. Ich kenne ein Beispiel, da kommt einem das Grauen, weil es einfach an qualifiziertem Personal mangelt, das in diesem Fall kommt und geht. Ob das ein Umfeld ist, dem kleine Kinder die Hauptzeit des Tages ausgesetzt sein sollen, wage ich zu bezweifeln. Der Erzieherberuf muss attraktiv gemacht werden, und dieser Prozess dauert Jahre. Da nützt es nichts, jetzt nach Kindergartenplätzen zu schreien.
    Und natürlich ist auch die Wirtschaft gefragt, die flexible Modelle für Mütter und Väter bereithalten sollte, um deren Job-Ängste zu nehmen. Was nützt ein 40h Job beider Eltern – in den von Ihnen gezeigten Gehaltsklassen wird die Stundenanzahl wahrscheinlich gar nicht reichen – wenn die Kinder zu kurz kommen. Nido hätte ein bißchen sensibler ihre exemplarischen Paare wählen sollen und sich viel tiefer in die Problematik einarbeiten sollen, falls das Heft für die breite Masse ausgerichtet sein soll, was ich gerade ein bißchen bezweifle.

    • Liebe Jule, vielen Dank für Deine Nachricht. Wie von meiner Kollegin Julia Rothhaas bereits beschrieben: wir haben überhaupt niemanden ausgesucht. Wir haben aufgerufen und abgebildet. Wirklich alle Familien die mitmachen wollten und wollen, dürfen bei unserer Aktion mitmachen (bzw. haben schon mitgemacht). Zum Thema falscher Ansatz: Ja, wir sind uns auch sicher, dass es vor allem auch mehr gut ausgebildete Erzieher und Erieherinnen braucht. Daher die Forderung: Mehr Geld für Erzieher! Um diesen tollen, wichtigen aber auch wirklich anstrengenden und intensiven Beruf attraktiver zu machen, muss man ihn vor allem besser bezahlen! Herzliche Grüße aus der Redaktion, Vera Schroeder

  12. Juli

    Notstand?

    Gerade wollte ich kommentieren, da lese ich den Kommentar von Bernd Marzocca.

    Auch ich bin Krankenschwester und habe im Kollegium ein Ehepaar mit 2 Kindern. Sie schaffen es seit Jahren mit nur einem Krankenpflegeehalt auszukommen, einer arbeitet, der andere betreut die Kinder. Es geht also (trotz horrender Mietpreise hier).
    Ich unterstelle jetzt mal, dass das bei einigen der von Ihnen vorgestellten Paaren auch möglich wäre angesichts ihrer Berufe.

    Es ist also denke ich hier oft eine Frage der Prioritäten – wie viel Geld möchte ich zur Verfügung haben, wie wichtig ist mir meine “Karriere”?

    Ohne jemandem sein baldiges Recht auf einen KiTa – Platz absprechen zu wollen -bei solchen Beispielen von “Notstand” zu sprechen finde ich doch etwas vermessen.

  13. Katja

    Ich frage mich, warum das aktuelle Heft so teuer ist (4,20 € statt zuletzt 3,90 €). Liegt es daran, dass es eine Ausgabe für zwei Monate sein soll? Warum hat man dann nicht die Seitenzahl erhöht und mehr Inhalt reingepackt? Naja, die Besserbegüterten zahlen das schon.

    • Michael Ebert

      Liebe Katja,
      richtig, NIDO hat nach über drei Jahren den Preis pro Ausgabe zum ersten Mal angehoben, um 30 Cent.
      Der Umfang von NIDO ist in den vergangenen Jahren übers Jahr gerechnet gewachsen, dazu kommen schon seit zwei Jahren regelmäßig DVDs und Booklets, die dem Heft ohne Mehrkosten beigeben werden.
      Herzlich, Michael Ebert

  14. Bernd Marzocca

    Liebe Macherinnen und Macher von NIDO,

    als Abonnent Ihres Magazines frage ich mich immer wieder, welche Leserinnen und Leser Sie erreichen wollen. Dabei werde ich das Gefühl nicht los, dass NIDO ein Familienmagazin für die Besserbegüteten sein soll – das ist schlecht, grottenschlecht und einfach schade. Warum ?
    Zum Thema Kita: Ist Ihnen mal aufgefallen, welche Berufsgruppen sich in Ihren Familienbeispielen wiederfinden? Ich wage jetzt einfach mal eine lange Liste:
    Informatiker
    Journalist
    Systemadministrator
    Heilpraktikerin
    Immobilienassistentin
    Pilot
    Lehrer
    Ärztin
    Sozialpädagogin
    Architekt
    Bildjournalistin
    Redakteur
    Head of Communications
    Zahnarzt
    Kulturpädagogin
    Fundraiser
    Frauenärztin
    Director of Customer Service
    Sales Manager
    Lehrerin
    Arzt
    Event Manager
    Account Manager
    Pädagogin
    Kaufmann
    Art Director
    Designer
    Projektmanagerin
    Berater
    Betriebswirtin
    Betriebswirt
    und wieder Journalist/in
    und wieder Arzt
    und wieder Projektmanagerin
    und wieder Informatiker
    Pressesprecherin
    Praxismanagerin
    Geschäftsführer
    …und dann endlich mal eine ganz normale Einzelhandelskauffrau

    Ich will keinem dieser Personen die Kita-Problematik in Frage stellen, aber:
    Diese gut verdienenden Berufsgruppen werden eher Kita und Familienleben koordinieren können als eine wenig verdienende Einzelhandelskauffrau.

    Repräsentieren Sie bitte auch mal die Masse, den ganz normalen Durchschnitt unserer Gesellschaft, wie einfache Angestellte, Arbeiter….

    Ich selbst bin Krankenpfleger, zähle mich mit meinem Verdienst zum mittleren Drittel der Mittelschicht, aber nur weil der Schichtdienst, das Gehalt aufbessert.

    Und gerade Berufstätige im Schichtdienst können Ihnen mehr von den Kita-Problemen erzählen, als die Berufsgruppen, die in Ihrem Kita-Artikel aufgeführt werden.

    Liebe Grüße

    • Lieber Herr Marzocca,

      vielen Dank für Ihre Nachricht. Wir haben uns bemüht, eine ausgeglichene Mischung für diese Geschichte hinzubekommen, und die Familien nicht nach ihrem Beruf ausgewählt oder aussortiert, sondern die genommen, die sich auf unsere Suchanzeigen hin gemeldet haben.

      Wir ergänzen unsere Geschichte aber auf Nido.de um weitere Familien, die von ihrer Kita-Suche erzählen wollen, und freuen uns, wenn Sie auch Lust haben, mitzumachen. Schicken Sie uns doch bitte einfach eine Mail an kitanotstand@nido.de

      Herzliche Grüße aus der Redaktion,
      Julia Rothhaas

    • Christin

      Seit wann bekommen Fundraiser oder Projektmanager ein dickes Gehalt? Die Arbeit bei einer NGO ist meistens ziemlich schlecht bezahlt…

    • Tine

      @ Bernd: ich bin soeben auf die Nido-Internetseite gegangen um genau das zu schreiben! Da fällt mir ein Stein vom Herzen wenn das noch anderen Leuten auffällt!
      Auch wenn aus der Redaktion schon ein Kommentar kam, die sich um eine “ausgeglichene Mischung” bemüht hat, empfand ich es ehrlich gesagt ziemlich befremdlich!! Das kann doch nicht die Masse sein?! Nachdem mir das allerdings schon bei vielen Heften der Nido aufgefallen ist kann ich mir gut vorstellen, das sich Leser mit 08/15-Berufen nicht melden würden, da beispielsweise ein/e “Einzelhandelskauffrau /-mann” hier echt etwas deplaziert wirken würde! (Ich empfand es in dem Artikel so!). Man hat durch die Seiten geblättert und unbewusst nur noch auf die Berufe konzentriert. Für den Grundgedanken der Thematik des KITA-Notstandes absolut irrelevant, keine Frage, für mich als Leser allerdings ein Gräuel, weil es in Deutschland meiner Meinung nach leider inzwischen gang und gäbe ist IMMER und ÜBERALL zu JEDEM Artikel oder zu JEDER Geschichte oder bei JEDEM Gespräch den Beruf oder die Tätigkeit zu erwähnen. In 99% der Fälle spielt der Beruf für die Geschichte überhaupt keine Rolle! Es ist bereits so in uns verankert dass das erste ist, was man von einer Person wissen möchte wenn man sie kennenlernt oder einen Artikel über sie liest: was macht er/sie beruflich??? Das leben viele leider auch ihren Kindern vor. Das fällt einem dann auf wenn man u.a. von einer 4 Jährigen gefragt wird: “was machst Du beruflich?” Hä? Das war mir mit Verlaub in diesem Alter total egal! Nicht schlimm, aber… naja.
      Wie bereits erwähnt ist es mir schon öfters aufgefallen. Vielleicht könnte man dies in den nächsten Ausgaben etwas “abspecken”.
      Viele liebe Grüsse

      P.S.: Sorry, habe ich ganz vergessen zu erwähnen: ich bin Versicherungsfachwirtin und arbeite als Firmenkundenberaterin
      ;-)

    • suse

      hallo, nur so am rande, ich als sozialpädagogin verdiene gerade so viel, dass ich keine ergänzende sozialhilfe beantragen muss. hätte ich keine billige wohnung müsste ich allerdings zum jobcenter. aber ich versteh deine kritik schon, normalos interessieren nicht so… grüsse suse

  15. Birgit

    Ich habe mich glatt in die Fisch-Tasche von Asos verliebt und gleich mal danach im Netz gefandet. Und bin dann auf diesen Beitrag gestoßen: http://www.unideal.de/90370/asos-fischfoermige-shopper-tasche-aus-leinen
    Offensichtlich ist der Stoffbeutel in Fischform heruntergesetzt worden. Sehr schade aber, dass es hier nur die gelbe Version gibt. Die von euch abgebildete rote Tasche fand ich noch viiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeel schöner!
    Also, Danke für den Einkaufstipp – passt nämlich perfekt zu meinem bevorstehenden Strandurlaub.

  16. Natascha

    Warum gibt es keinen Button “Ich mache bei der Aktion NICHT mit”? Ich persönlich finde es echt abenteuerlich wie auch nicht Alleinerziehende danach lechzen, ihre Kinder nach einem Jahr abzugeben, um einer Erwerbsarbeit nachzugehen. Das Geld-Argument zieht bei mir bei vielen gezeigten Paaren überhaupt nicht.
    Die Frage ist doch: Wie geht es den Kindern dabei? Anhand meines eigenen Sohnes, den ich mit 1,5 Jahren zu einer Tagesmutter mit nur einem weiteren Kind gegeben habe, weil ich (auch alleinerziehend) einen guten (und in den Schoß gefallenen) Jobeinstieg angeboten bekommen habe, und den Trennungserfahrungen, die ich im Umkreis gemacht habe, kann ich nur sagen, dass man seinen Kindern damit absolut keinen Gefallen tut. Wenn ich die Wahl hätte, würde ich mein Kind erst mit 4 abgeben – dann nämlich, wenn es sich langsam entwicklungsmäßig auf den Weg zur Ablösung von der Vater-Mutter-Kind-Triade macht. Um das zu erreichen, würde ich auch verdammt wenig Geld in Kauf nehmen und mein Leben danach ausrichten.
    Ich stelle mal eine Verlinkung zum einem kritischen FAZ-Artikel und einem Artikel aus dem aktuellen unerzogen-Magazin von Dr. Rüdiger Posth hier rein.
    http://www.familie-ist-zukunft.de/seite/wp-content/uploads/2012/04/boehm-faz-040412.pdf

    http://unerzogen-magazin.de/download/?b=false&artID=294

    Generell halte ich auch das Ziel, dem wir gesamtgesellschaftlich entgegenlaufen (möglichst viele Vollzeit arbeitende Mütter bereits mit Kindern ab einem Jahr) für verdammt fragwürdig. Das ist auch keine Frage der Emanzipation. Ich glaube, dass Anzahl derjeniger Frauen, die Vollzeit arbeiten wollen, weitaus geringer ist, als die derjeniger, die im Niedriglohnsektor Vollzeit arbeiten MÜSSEN. Das hat nichts mit Selbstverwirklichung zu tun (die ich übrigens im Angesicht von Kindern, die am liebsten bei ihrer Mutter sind, eh für überdenkenswert halte – zumindest temporär).

    Ich selbst jedenfalls habe mich dazu entschieden, auch die nächsten Jahre nur 26h zu arbeiten. Und wenn ich Frau Schröder etwas sagen wollte, dann das: Kümmern Sie sich darum, dass das KiTA-Personal endlich entsprechend qualifiziert wird. Was da an Gesocks rumläuft ist gruselig! Das hat dann auch mit Bildung nichts mehr zu tun. Wenn Menschen, die selbst ungebildet sind und dabei noch unempathisch wie ein Toastbrot, 8h am Tag an meinem Kind rumerziehen – na, Prost Mahlzeit! Zusätzlich verabscheue ich das gängige Ziel der Erzieherausbildung, bloß nicht zu viel Bindung zu den Kindern aufzubauen. Gerade die 1-3-Jährigen brauchen feste, authentische Bezugspersonen, die sie in die Welt begleiten. Das ist in normalen KiTas nicht möglich.
    Bevor ich mehr Plätze schaffe (vielleicht können wir die Kinder ja in Abstellkammern in Gitterbettchen parken??), sollte man erst mal schauen, dass die Erzieher wissen, was sie da tun.

    So, das war jetzt nötig.

    Trotzdem liebe Grüße. Lese die nido (fast) immer sehr gerne. :)

    • Susan

      Also ich bin platt und total verwirrt über diesen Komentar!
      Es geht doch nicht darum seine Kinder abzuschieben oder ähnliches, aber normalerweise geniessen die meisten Kinder es mit gleichaltrigen Kindern zusammenzusein. Auch ist ” normalerweise ” die gegebene Förderung der Kita nicht zutoppen. Du kannst deinem Kind niemals so bespielen und Fördern , wie eine Kita. Kinder lernen von Kindern! Ich habe noch nie gehört, dass ein Kind ein Schaden davon trägt, wenn es mit einem Jahr in die Kita geht. Ich selber habe 2 kinder und beide sind super entwickelt und ich habe nicht das Gefühl, dass sie gestört sind in ihrer Bindung zu mir oder zu ihrem Vater, nur weil sie mit einem Jahr in eine Einrichtung gegangen sind. Ganz im Gegenteil, sie haben sich noch besser entwickelt und auch den Eltern einen gewissen Freiraum gegeben. Und ganz erlich, es nützt auch den Kindern, wenn die Eltern ausgeglichen sind. Niemand kann sich 24 Stunden verpflichten ohne sich mal ne Pause zugönnen, auch wenn es nur die Arbeit ist. Es ist eine gewisse Auszeit, die allen gut tut.
      Ich gebe zu, dass es bei dem Kitapersonal Problem gibt, aber es wird niemand gezwungen eine Kita gegen seinen Willen zunutzen. Es kann doch jeder selber entscheiden, ob er die Kita und dessen Personal gut findet und dann sein Kind dort mit ruhigem Gewissen abgeben mag oder nicht. Man muss schon ein gewisses Vertrauen haben zu der Einrichtung.
      Ich denke auch, dass man Geld nicht nur zum Ausbau nutzen sollte, sondern auch für Weiterbildungen des Fachpersonal, soweit welches vorhanden ist. Leider musste ich auch schon erleben, dass eine Putzfrau die Kita aufgeschlossen hat und aus Erziehermangel die Frühschicht übernommen hat. Aber das muss man sich ja nicht bieten lassen. Ich habe persönlich meine Schlüsse daraus gezogen und eine neue Kita gesucht in der nur Fachpersonal vorhanden ist.
      Ich finde die Aktion von nido klasse und unterstütze sie voll und ganz!
      Weiter so…. das ist der richtige Weg!

    • Nipa

      @ Natascha: Danke für diese Stime der Vernunft! Ich habe selbst eine enge Bekannte, die Erzieherin ist und derzeit als Tagesmutter arbeitet – was man da für Geschichten hört – gruselig! Und damit meine ich vor allem die Eltern (gehören alle zu den Besserverdienern), die ihren Nachwuchs abgeben, egal ob er krank ist, sie selbst frei haben und daheim sind etc.

      Um das Kind und seine Bedürfnisse geht es überhaupt nicht mehr, denn die sind ja “anpassungsfähig”. Ahja. Und Eltern wohl nicht? Nein, die sind einfach nur egoistisch.

      @Susan: Ich bin “platt über” die vorgekauten Floskeln, die sie zum Besten geben. “Förderung in der Kita nicht zu toppen” – Woher haben sie das denn? Welche Studien belegen sowas? Den einzigen(!) Vorteil, den Krippenerziehung hat, ist der bis zum Ende der Grundschulzeit nachweisbare größere Wortschatz der Krippenkinder, sonst nichts! Nach der 5ten Klasse haben selbst Kinder aus sozial schwachen Familien OHNE Kita-Besuch diesen Vorsprung aufgeholt! Die “besseren sprachlichen Fähigkeiten” sind also nur ein Kurzerfolg, der nicht dauerhaft anhält.

      Umgekerht sieht es so aus, dass die Mutter-Kind Beziehung IMMER den größten Einfluss auf das Kind hat, sprich: auch eine “Supter-Krippe” kann Cindy und Kevin nicht einfach auf den gleichen Stand bringen, wie Theresa und Alexander. Negativ wirkt sich die Krippenerziehung allerdings auf die Stress-Verarbeitung der Kinder aus – das ist wissenschaftlich belegt und wird einfach gerne verschwiegen, weil es die Eltern nicht hören wollen!

      Und zu “Kinder lernen von Kindern” sei gesagt: in diesem Alter (0-3) ist das völliger Unsinn! An wem orientieren sich Kinder? Richtig – an Erwachsenen! Warum? Weil sie biologisch darauf angelegt sind unsere Fähigkeiten durch Nachahmung zu erlernen, um später zu einem selbstständigen Individuum heranzuwachsen! Gleichaltrigenbindungen sind in diesem Alter absolut zu vernachlässigen und für das Kind auch nicht wichtig.

      Natürlich kann sich niemand 24h-am Stück 7 Tage die Woche aufopfern, aber genau diese Zwickmühle ist von Politik und Wirtschaft gewollt: die Mütter sollen in Vollzeit arbeiten, zusätzlich nimmt man ihnen noch Geld für die Betreuung ihrer Kinder ab – super! Quasi eine Win-Win Situation.
      Überschüssiges Humankapital (wie die “Schleckerfrauen”) werden als Betreuungspersonal rekrutiert, Deutschland muss schließlich sparen.

      Inwiefern hat man da jetzt an die Kinder gedacht? Richtig: gar nicht. Kinder brauchen feste Bezugspersonen – dafür müsste das alte Modell der Großfamilie oder ähnliche Lebensgemeinschaften wieder her. Eltern, Großeltern, Okeln und Tanten etc – die sich gegenseitig entlasen und ein stabiles Bindungsgerüst bilden. Warum dass heute nicht mehr geht und man aber immer noch das Zitat mit dem Dorf und der Kindererziehung anbringt können sie, liebe Susan auch gerne hier nachlesen: http://antieule.wordpress.com/

    • stine

      uh… da bekomm ich ja immer das große fußnägelrollen, wenn die übermuttis immer besser wissen, was für andere gut ist… liebe natascha, wenn ihnen das konzept kinderbetreeung widerstrebt, dann ist es schade, aber eben ihre befindlichkeit. andere haben aber bessere erfahrungen gemacht und jede mutter kann (meistens) besser für ihr kind einschätzen, was gut ist. meiner tochter ging es gut dabei und sie geht auch gern in die kita. im übrigen sind unsere kitas hier im tiefen osten auch besser ausgebaut und mit guten konzepten und guten erziehern. liegt wohl aber an der erfahrung, die man hier schon hat. denn schon zu wildesten ddr-zeiten war die betreeung von kleinkindern selbstverständlich. sie sollten doch jedem die freie entscheidung lassen. ansonsten kann ich dazu nur sagen – um genauso unsachlich und oberflächlich zurück zu antworten:
      also ich verstehe ja auch überhaupt gar nicht, wie manche frauen sich ihren geist zuhause als hausmütterchen selbst runinieren, so zwischen wäscheberge-kinderbespaßung-essen kochen und zum yoga gehen. und am ende des monats müssen sie auch noch das herrchen nach geld anfragen. nein nein nein, also das kann doch so erfüllend nicht sein. *ironie aus*
      bleiben sie doch bitte in ihrem gefilde und machen sie den eltern, die sich für einen anderen weg entscheiden, kein schlechtes gewissen.

    • ch

      @Natascha und Nipa: Danke für eure Beiträge – das sehe ich genauso!

    • manuela

      Ich stimme Susan und Stine zu! Meine Tochter (fast 3) geht seit sie 1 ist gerne in die Kita -während Mama studiert hat- und ist, wie die anderen Kinder in der Gruppe, wesentlich selbständiger als die Kinder, die nur zuhause an “Mamas Rockzipfel” hängen. Sie hat dort mehr Sachen gelernt, als ich ihr hätte beibringen können, und singt mir mehr Lieder vor, als ich überhaupt kenne. Und ich zähle mich mit mittlerweile abgeschlossenem Studium gewiss nicht zur ungebildeten Unterschicht.

      Und bei dem sogenannten “Erziehe-Gesockse” scheint es offenbar eine Stadt-Land-Diskrepanz zu geben, denn bei uns (Oberfranken, Nordbayern) auf dem Land gibt es weit und breit keine Geschichten von “unempathischen Toastbroten”, ebensowenig wie versucht wird, “bloß nicht zuviel Bindung zu dem Kind aufzubauen”, ganz im Gegenteil! Speziell in der Kita meiner Tochter werden die Kinder (jeden Alters) ohne weiteres in den Arm genommen!

      Wie Stine bereits sagte: In der Kinderbetreuung hat der Osten hat dem Westen so einiges voraus..

  17. Katrina

    Hallo, ich fühle mich etwas “absonderlich”, weil ich das Glück habe, zu günstigen Konditionen (254€ für 2Kinder mit je 30Wochenbetreuungsstunden) eine tolle Kinderbetreuung zu haben, die auch Super flexibel ist. Außerdem kann ich bei meinem AG trotz einiger “Entwicklungsmoeglichkeiten” auch nicht motzen: ich konnte flexibel nach 7bzw. 9 Monaten wieder einsteigen, die Stundenzahl steigern, Home-Office ist kein Problem und mit meiner besseren Hälfte lebe ich wirklich die geteilte Elternschaft.
    Vielleicht könnte Nido zum “Mutmachen” zeigen, dass es auch in D geht, beides zu vereinbaren.???
    Das einzige, was mir noch fehlt, ist die Führungsposition trotz 2 kleiner Kinder und “vollzeitnaher Teilzeit” (80%), aber das Kriege ich auch noch hin.
    Frau muss manchmal auch den Mund aufmachen und auf gut Glueck mal Firmen-Führungsleute ansprechen, dass da was schieflaueft….
    Wir sind trotz allem auf einem guten weg!
    Katrina

  18. Katrina

    Hallo, ich fühle mich etwas “absonderlich”, weil ich das Glück habe, zu günstigen Konditionen (254€ für 2Kinder mit je 30Wochenbetreuungsstunden) eine tolle Kinderbetreuung zu haben, die auch Super flexibel ist. Außerdem kann ich bei meinem AG trotz einiger “Entwicklungsmoeglichkeiten” auch nicht motzen: ich konnte flexibel nach 7bzw. 9 Monaten wieder einsteigen, die Stundenzahl steigern, Home-Office ist kein Problem und mit meiner besseren Hälfte lebe ich wirklich die geteilte Elternschaft.
    Vielleicht könnte Nido zum “Mutmachen” zeigen, dass es auch in D geht, beides zu vereinbaren.???
    Das einzige, was mir noch fehlt, ist die Führungsposition trotz 2 kleiner Kinder und “vollzeitnaher Teilzeit” (80%), aber das Kriege ich auch noch hin.
    Frau muss manchmal auch den Mund aufmachen und auf gut Glueck mal Firmen-Führungsleute ansprechen, dass da was schieflaueft….
    Wir sind trotz allem auf einem guten weg!
    Katrina

  19. Daniela w.

    …der Grillbericht ist noch ok, meinte ich. Mein iPad wollte was anderes sagen als ich ;-)

  20. Daniela w.

    Interessante Texte, wie immer. ABER für Vegetarier ist euer aktuelles Heft nicht gerade ansehnlich. Euer Grillbericht ist ja nich ok, aber Seite 56 kann ich nicht angucken. Gab es keinen lebendigen gesunden Vogel?