Süße, fette Brocken

Wer denkt, Pudding käme aus dem Päckchen, hat das Beste verpasst. Eine Entdeckungsreise zu fast vergessenen Köstlichkeiten.

Brotpudding mit Whiskey-Butter-Soße  

Für den Pudding
für 8 Personen

Fotos: Oliver Schwarzwald, Foodstyling: Jürgen Zimmerstaedt

300 g zerbröselte Semmeln
200 G brauner Zucker
500 ML Milch
100 g geschmolzene Butter
3 Eier
1 Vanilleschote
100 Gramm Kokosraspel
150 Gramm Rosinen
100 Gramm gehackte Walnüsse
1 EL Zimt
1 TL Muskat

Für die Whiskey-Butter-Soße

100 Gramm Butter
100 Gramm Puderzucker
1 Eigelb
80 ml Bourbon-Whiskey

Die Zutaten für den Pudding werden verrührt. Der Teig sollte feucht, aber nicht suppig sein. Gegebenenfalls zerbröselte Semmeln oder Milch zugeben, um die richtige Konsistenz zu erreichen. Dann den Teig in eine Form, z.B. in die bewährte Gugelhupf-Form, geben, in den noch kalten Ofen stellen und bei 180 Grad eine bis anderthalb Stunden goldbraun backen. Für die Soße Butter mit Zucker bei mittlerer Hitze schmelzen, vom Herd nehmen. Das Eigelb unterschlagen. Dann vorsichtig und langsam den Bourbon-Whiskey einrühren. über den noch warmen Pudding verteilen.

Zweite Seite: Schokoladen-Pudding
Letzte Seite: Plumpudding

Schokoladen-Pudding

nach Marie Schandri

für 8 Personen

1 Liter Milch (800 ML Milch, 200 ML Sahne)
125 gramm Kakao (80 Gramm )
4 Eigelb
2 große EL Stärkemehl (3 EL)
1 Vanilleschote
100 g Zucke
1 Prise Zimt
2 Prisen Salz

Milch mit Kakao (lieber weniger nehmen: 80 Gramm reichen!), Zucker, Vanille und Salz zum Kochen bringen. Stärke mit Wasser anrühren, bis ein glatter Brei entsteht. Eigelb unterschlagen. Langsam in die kochende Milch einrühren. 2 Minuten unter ständigem Rühren aufkochen lassen. Sehr zu empfehlen: dabei einen Antihaft-Topf verwenden. Anschließend die Masse in mit Wasser ausgespülte Formen geben, 3 Stunden kalt stellen, auf Tellerchen stürzen und servieren.

Letzte Seite: Plumpudding

Plumpudding

nach Jules Gouffé

für 12 Personen

300 Gramm gepulverte Weißbrotkrume
300 Gramm Malagarosinen
300 Gramm Korinthen (Ohne Korinthen. dafür: 200 Gramm Trockenpflaumen und 100 Gramm getrocknete Aprikosen)
300 Gramm Nierenfett vom Kalb (ohne Häutchen und Adern, ausgelassen oder ganz fein gehackt)
100 Gramm Zitronat (50 Gramm Orangeat)
300 (200) Gramm Zucker
3 fein gepulverte Gewürznelken 30 Gramm Zimt
sehr fein gehackte Schale einer Zitrone
3 in kleine Würfel geschnittene Äpfel (am besten: Renetteäpfel)
6 Eier
50 ML Rum
8 Gramm Salz
Rum zum Flambieren

Alles verrühren. Eier nach und nach zugeben. Eine halbe Stunde ruhen lassen. Dann entweder in eine gut ausgekochte, mit Nierenfett bestrichene Serviette füllen, diese zu einer Kugel formen und verschnüren und anschließend in einen Kochtopf hängen, wo sie im Wasserdampf gegart wird. Einfacher: wieder in eine Gugelhupfform, ins Wasserbad. Deckel gut verschließen und 4 Stunden dämpfen. Zum Anrichten nach Belieben mit hochprozentigem Rum flambieren.

Alte Kochbücher

Marie Schandri
Im 19. Jh. eines der Kochbücher der süddeutschen Küche. Lesbar über Googlebooks

Jules Gouffé
Standardkochbuch der gehobenen Küche von 1876. Reprint bei Gerstenberg

Paul-Philipp Hanske
Über den Autor:
Paul-Philipp Hanske ist Redakteur bei Nido. Seine Redaktionskollegen nervt er regelmäßig mit Essgeräuschen und seltsamer Musik. Er träumt von dem Tag, an dem seine drei Söhne schwimmen können und er endlich wieder dösend im Freibad liegen kann.

Diesen Artikel kommentieren

Damit Sie auch so ein schönes Userbild bei Ihren Kommentaren angezeigt bekommen, müssen Sie sich einen Gravatar-Account zulegen und mit der dort hinterlegten E-Mailadresse kommentieren.

(muss sein)

Noch keine Kommentare