Zur Reportage „Tödlicher Ausfall“

Die preisgekrönte Reportage des amerikanischen Autors Gene Weingarten hat für viele Kommentare auf Facebook und auch auf Nido.de gesorgt. Auf einige von Kommentatoren gestellte Fragen gab er damals in einem Leserchat Antworten.

Selten hat ein Nido-Artikel so schnell für so viele Reaktionen gesorgt wie „Tödlicher Ausfall“ in der aktuellen Ausgabe. Seit Tagen diskutieren Leserinnen und Leser auf facebook und nido.de über die Reportage, für die der amerikanische Autor Gene Weingarten Eltern begleitete, die ihre Kinder im Auto vergessen hatten – mit tödlichen Folgen. Weingarten gewann mit dem Artikel, der ursprünglich in der Washington Post veröffentlicht wurde, vor einigen Jahren den Pulitzer Preis.

„Das war die schwierigste Geschichte, an der ich je gearbeitet habe“, schrieb der Journalist danach. Das schwierigste daran sei gewesen, „unvoreingenommen zu bleiben und emotional unberührt.“ Weingarten war schon zu Beginn der Recherche sicher, dass ein solcher „Ausfall“ jedem passieren könnte – nicht zuletzt, weil es ihm einmal selbst fast passiert ist. In den frühen Achtzigern hätte er einmal fast seine Tochter Molly im Auto vergessen.

„Als ich nach einem Parkplatz suchte, sagte Molly plötzlich etwas von hinten. Sie war fast drei. Bis zu diesem Moment hatte ich völlig vergessen, dass sie auch im Auto war. (…) Was ich von diesem Moment behalte, ist die unauslöschliche Erinnerung daran, dass ich mit offenem Mund das kleine Mädchen auf dem Rücksitz anstarrte und ein übermächtiges Aufkommen einer physikalischen Übelkeit verspürte. Es war Miami im Sommer. Molly hätte keine fünfzehn Minuten im Auto überlebt.

Weingarten verfolgte das Erlebnis über Jahre, er begann Fälle zu recherchieren, in denen die Eltern sich nicht rechtzeitig an ihre Kinder auf dem Rücksitz erinnerten. Als der Artikel veröffentlicht wurde, erreichten Weingarten hunderte Mails und Briefe mit Fragen und Kommentaren – viele davon tauchten in den letzten Tagen auch auf nido.de und unserer facebook-Seite auf, deshalb wollen wir an dieser Stelle einige Fragen und Kommentare aus einem damaligen Chat gemeinsam mit den Antworten von Weingarten darauf veröffentlichen:

Ein anonymer Kommentar war:

„Eine Frau schreibt in den Kommentaren, dass es ihr niemals passieren könnte, weil ihr Kind IMMER in ihren Gedanken ist. (…) Ist es einfach unmöglich für manche zu glauben, dass es auch ihnen passieren könnte? (…) Wenn ich früher von Vergewaltigungen hörte, dann hatte ich immer das Bedürfnis, etwas zu finden, was die Frau falsch gemacht hatte oder etwas, dass ich anders tun würde (sie brachte den Müll nachts raus, ich würde nie den Müll nachts rausbringen). Aber ich weiß, dieses Bedürfnis hatte ich genau deshalb, weil ich wusste, dass es auch mir passieren könnte.

Weingartens Antwort: „Das ist genau der Punkt. Diese Leute sollen anders sein als wir. Ansonsten wären wir alle angreifbar.

Weingarten erhielt schon damals viel Kritik für die grausamen Details, die er im Text beschriebt – auch viele Nido-Leser stören sich daran. Auf der Nido-Facebookseite schreibt eine Nutzerin: „Wozu alle die schrecklichen Details bitte? Warum muss verraten werden, dass das eine Kind sich, bevor es starb, alle Haare rausgerissen hat? Das hätte so auch gereicht, ich habe nie etwas Erschütternderes gelesen, glaube ich.“

Weingartens Antwort auf ähnliche Fragen: „Das ist eine gute Frage. Ich habe lange darüber nachgedacht, bevor ich diese Zeile im Text behielt, vor allem, nachdem mir ein Freund sagte, dass er sich deshalb fast übergeben musste. Diese Zeile war stellvertretend für all die anderen Zeilen, die nicht in der Geschichte stehen: Details aus den Prozessen, Beweise von Ärzten, die deutlich machten, wie entsetzlich der Todeskampf in diesen Fällen sein kann. Ich hatte das Gefühl, dass ich es nennen musste, um nichts zu verharmlosen oder zu beschönigen – denn es geht um schlimmste Leiden. Aber ich wollte es nur einmal tun und das aus einer gewissen Distanz, indem es nämlich die sympathische Expertin sagt, die zusammenfassend einen Fakt aus einem Fall erwähnt, der stellvertretend ist für andere, ähnlich schrecklich Fälle.

Weingarten nennt auch die Seite Kidsandcars.orgauf der Vorschläge veröffentlicht werden, die solche Unfälle verhindern sollen, zum Beispiel: “Setzen Sie einen großen Teddybär in den Kindersitz, wenn er nicht besetzt ist. Wenn sie das Kind in den Sitz setzen, legen Sie den Teddy auf den Beifahrersitz. Der Bär ist eine sichtbare Erinnerung daran, dass wenn er vorne ist, hinten ein Kind im Rücksitz sitzt.“

Anke Helle
Über die Autorin:
Anke Helle ist stellvertretende Chefredakteurin von Nido. Als Kind wünschte sie sich nichts sehnlicher, als in einem Playmobil-Haus leben zu dürfen. Heute ist sie sehr froh darüber, dass ihre Wohnung keine Plastikwände hat – den hoch modern ausgestatteten Ponyhof ihrer Neffen und Nichten beäugt sie manchmal dennoch ein wenig neidisch.

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28 Kommentare

  1. Pingback: Erste Hilfe für Kinder | Aus Mutterliebe

  2. Sonnenschein

    Hallo liebes Nido-Team,

    ich würde auch gerne wissen ob es möglich ist den Artikel online zu lesen. Ich würde die entsprechende Nido auch gerne aufs IPad runterladen, aber da gibt es ja glaube ich noch keine Möglichkeit. Es wäre total nett wenn Ihr euch melden würdet

  3. Michi

    Hallo liebes Nido Team,
    ist es möglich den Artikel herunter zu laden oder die Ausgabe 7-8/2013 nachzubestellen?

  4. Julia

    Hallo,

    auch ich denke dass es eure Aufgabe gewesen wäre den Artikel zu stutzen. Oder einen Warnhinweis vorab zu drucken…Wer will kann ja im Netz nach dem Original recherchieren wenn er mehr details will.

    Ich finde es nach wie vor ein Versäumnis von Euch!

    LG, die ansonsten begeisterte Nido-Leserin
    Julia

  5. E.G.

    Liebes Nido-Team,
    ich habe den Artikel schon vor einigen Wochen gelesen, sogar als erstes in diesem Heft. Er hat auch mir sehr berührt, erschüttert und beschäftigt. Die Details waren traurig und schockierend, ich habe mehrer Pausen einlegen müssen.
    Und genau deswegen finde ich es richtig ihn in voller Länge gedruckt zu haben. Denn genau darum bleibt er mir und scheinbar auch vielen anderen hier in bleibender Erinnerung und trägt somit dazu bei, selbst wachsamer zu sein, als man es sonst gewesen wäre. Man denkt zweimal darüber nach, ob das Kind im Auto ist oder nicht, besonders jetzt im Sommer.
    Wäre der Artikel oberflächlicher und weniger detailliert geschrieben, wäre dieser Effekt nicht der gleiche gewesen. Lieber Nächtelang schlecht schlafen, als das eigene Kind ebenfalls zu vergessen.

  6. Dagmar Sch.

    Liebes Nido-Team,
    dies vorab: Ich bin eine begeisterte Nido-Leserin und lese jedes Heft immer komplett. Umso tiefer erschüttert bin ich jetzt nach der Lektüre von „Tödlicher Ausfall“. Ich habe einige Tage überlegt, ob ich den Artikel überhaupt lesen soll. Wie wohl die Meisten, war ich zuvor der festen Überzeugung, ich könnte nie eines meiner beiden Kinder (2 und 4 Jahre) im Auto vergessen. Ich fing an zu lesen, häppchenweise. Und musste erkennen, dass auch ich (und mein Mann) nicht vor so einem Ausfall gefeit wären. So war ich nicht nur erschüttert, sondern auf’s Höchste belehrt, besser gelehrt. Doch dann kam der Abschnitt mit dem Kind, welches sich die Haare ausriss. Das war zu viel für mich. Ich weiß, dass der Text nicht aus der Feder von Nido-AutorInnen stammt. Doch ich hätte es als Eure Aufgabe gesehen, Eure Leserschaft (allesamt Eltern!!!) vorzuwarnen, in welcher Form auch immer. So hätte ich vielleicht die Chance gehabt, diesen Abschnitt nicht zu lesen. Ich verstehe ebenso wenig, wieso Weingarten dieses Haare-Ausreißen beschrieben ließ. Das Weglassen dieses Details wäre für mich in keinster Weise Verharmlosung oder Beschönigung gewesen. Und ich bin mir sicher, dass sich jeder (und vor allem jede Mutter und jeder Vater) auch ohne dieses Detail vorstellen kann, welches schlimmste Leiden dieser Todeskampf für diese Kinder bedeutete. Ich bin keine große Blog-Leserin und aus Prinzip keine Facebook-Nutzerin mehr. Doch mir war es wichtig, Euch rückzumelden, was dies bei mir ausgelöst hat. Viele Grüße, Dagmar Sch.

  7. s. s.

    Ich kann es immer noch nicht so richtig begreifen wie man sein Kind im Auto vergessen kann. Stress hin oder her… Den Einkaufsbeutel oder den Schlüssel vergisst man mal, aber doch nicht sein Kind im Auto!?

  8. familie ludwig

    Mich würde interessieren ob alle Kinder, die auf diese Weise ums Leben gekommen sind, unter 3/4 Jahren alt waren Und ob alle Kinder regelmäßig fremdbetreut wurden.

    Ansonsten bleibt in mir, nach dem Lesen dieses Artikels (egal ob nun kopiert oder nicht), eine nicht greifbare Angst zurück… aber auch Dankbarkeit. Zum Beispiel darüber, dass mein Beruf absolut keine Routine bietet, wir in den ersten 3 Jahren für unsere Kinder keine Fremdbetreuung in Anspruch genommen haben und zu dieser Zeit auch nur Phasenweise (nie länger als 3 Wochen am Stück) mal ein Auto zur Verfügung hatten.

    • bruttimabuoni

      Den Kommentar verstehe ich als unterschwellige Kritik an diejenigen, die ihre Kinder fremdbetreuen und daher eher in die Gefahr geraten, ihr Kinder zu vergessen. Sorry, das kann jedem passieren!

    • Mia

      Seltsamer Kommentar. Nichts kapiert, würde ich sagen. Aber es ust wohl natürlich sich unbedingt einreden zu wollen, dass solche tragischen Schicksale vermeidbar sind. Das kann jedem passieren, selbst, wenn man das Auto nur einen halben Tag geliehen hat. Und ein Leben ohne Routinen, Hektik, Stress – das führt wohl niemand mit kleinen Kindern.

    • fam. ludwig

      ich denke schon, dass es einen unterschied macht, ob man seinen tagsablauf mit oder ohne kind plant. natürlich kann sowas jedem passieren, die frage ist doch aber auch welche situationen und umstände solche dramatischen unfälle noch begünstigen?

      und ja überall ist es mal hektisch und stressig, aber die macht der gewohnheit ist (wie im artikel schon beschrieben) eben auch nicht zu unterschätzen. alle betroffenen eltern waren ja auch davon überzeugt ihr kind in der kita oder beim babysitter abgeliefert zu haben. gerade weil es routine ist.

      wenn ich alleine zum einkaufen fahre, denke ich ja hauptsächlich über den einkauf nach. habe ich aber mein kind dabei rede ich während der autofaht mit ihm / ihr, überlege ob spezielle einkaufswagen (z.b. mit auto vorne dran o. babyschale) vorhanden sind, ob man beim bäcker noch ne breze holen sollte usw. – es geht also nicht um kritik an fremdbetreuung, sondern um eine risikobewertung.

      meine güte… manche sind aber auch empfindlich.

    • Marei

      Also, den Kommentar hätte ich auch so gelesen. Warum sonst die gezielte Frage danach? Und für solche Risikoabschätzungen ist man einfach als Eltern eher empfindlich, da trifft jeder Kommentar der Art „Sie passen vielleicht nicht genug auf Ihre Kinder auf“ den Nerv. Und dass Kita-Eltern sich auch schon mal dafür rechtfertigen müssen, dass sie ihre Kinder abgeben, das kann man ja (in der gleichen Nidoausgabe?) nachlesen, im Artikel über die Kita-Platz-Versorgung. Ist ja aber trotzdem abseits vom Thema.

      Vielleicht könnte man auch noch den langen Weg zur Arbeit anführen: Immerhin ist in den USA (und die beschriebenen Fälle stammten immerhin alle von dort) neben der frühen Fremdbetreuung von Kindern auch der sehr lange Pendelweg verbreitet. Dann schläft das Kind hinten ein, ist – weil es sicherer ist – im rückwärtsgerichteten Sitz unterwegs und man ist in Gedanken schon beim Stressor im Büro. So wurde es ja bei allen dreien beschrieben. Übrigens nicht in Routine- sonder bei allen in Ausnahmesituationen…

      Aber eigentlich fand ich, dass nach dem Artikel unendliches Mitleid den Kindern und aber auch den Eltern gegenüber zurückbleibt, denen das widerfahren ist. Keiner von denen ist bösartig, lieblos oder sorglos. Menschen wie du und ich, denen man wünschen will, dass es nur ein böser Traum gewesen ist.

  9. Pingback: Tödlicher Ausfall | Das blaue Meer

  10. Papa C

    @elena:
    1. Man muss doch auch die Relation zwischen den „adaptierten“ und den „neu recherchierten“ (dazu zählen z.B. auch kleine DIY Texte) Artikeln sehen.
    2. Allein die Reaktion über diese Webseite und Facebook zeigt doch wie sehr der Artikel doch einen Nerv getroffen hat.
    3. Einen Heftpreis von 4,20 Euro finde ich nicht übertrieben. Es müssen schliesslich Redakteure, Gestalter, Fotografen und Lithografen bezahlt werden. Irgendjemand muss das Ganze aber noch Korrektur lesen damit sich keine Rechtschreibfehler einschleichen. Das Ganze muss dann noch gedruckt und ausgeliefert werden. Ohne es genau zu wissen, behaupte ich mal, dass nicht jeder reich bei der Geschichte wird. Übrigens ist die Website/Facebook für User umsonst, aber trotzdem muss irgendjemand die Inhalte pflegen.
    4. Diese Diskussion gehört nicht zu diesem Artikel!

  11. jechra

    @elena: is doch gar kein Plagiat. Steht doch da, dass die Geschichte in USA bereits erschienen ist, sogar einen Preis gewonnen hat. Ich bin mir auch sicher, dass die Leute bei Nido für die Geschichte an den Autor Geld bezahlt haben, sonst dürften sie die ja gar nicht drucken. Plagiat ist echt was anderes. Und so gute Geschichten will ich gerne immer wieder in Nido auf deutsch lesen, kann aber halt auch keine vier Sprachen 😉

  12. @Papa C: Finden Sie es denn in Ordnung, dass anstatt einer anständigen journalistischen Recherche, die ich bei dem Heftpreis von 4,20 EUR erwarte, die Redaktion den Bericht 1:1 abschreibt? Ich nicht. Ich finde es gut, wenn man dieses Thema anspricht. Es wäre auch i.O., wenn man dabei einzelne Passagen (mit dem entsprechenden Hinweis) übernimmt, um eigene Recherchen zu vervollständigen. Aber eine 1:1 Kopie eines alten Berichtes zeigt mir zu wenig Engagement und Eigenarbeit bei der Redaktion. Und es geht hier nicht um mich. Es gibt bei den zahlreichen Lesern sicherlich viele Menschen wie mich, die auch andere Quellen der Berichterstattung nutzen und diesen Bericht vor einem halben Jahr in einer anderen Sprache bereits gelesen haben. Sie sind sicherlich ebenso wie ich über das Plagiat empört.

    • Veronika

      Dem ist nichts hinzuzufügen. Die billig erstandenen Second Hand Artikel wollen wir nicht serviert bekommen. Nido verliert enorm an magazincharakter.

  13. Pingback: Link-O-Rama 1 | BielinskiBlog

  14. Papa C

    @Elena:
    Was willst Du uns denn mitteilen? Dass Du so toll bist und den Artikel schon kanntest oder dass Du vier Sprachen sprichst?

    @nido:
    good Job, keep going! haters always gonna hate!

  15. Liebe Nido-Redaktion,

    wie kann es sein, dass Sie den in russischen Medien am 13.01.2013 veröffentlichten Text 1:1 kopieren bzw. einfach ins Deutsche übersetzen? Davor war dieser Artikel in der Washington Post publiziert mit der Überschrift „Ich flehe Russen an: verzeiht mir“ (dies ist die Übersetzung ins Deutsche). Link dazu: http://www.istpravda.ru/digest/1696/ Ich spreche vier Sprachen und lese gern Nachrichten in Original. Umso mehr war ich erstaunt, als ich den wortwörtlich übernommenen alten Artikel bei Ihnen in der Nido gesehen habe. Sind Ihre Mitarbeiter nicht mehr in der Lage, selbst kreative Texte zu schreiben? Es ist ganz leicht, das bereits geschriebene zu kopieren. Aber dafür 4,20 EUR zu verlangen? Ich bin sprachlos und denke ernsthaft über die Kündigung meines Abonnements nach. Mit besten Grüßen

    • Liebe Elena,

      besondere, preisgekrönte, berührende oder großartige Geschichten aus allen Ländern der Welt zu finden, zu übersetzen und dann in Nido abzudrucken ist schon immer ein Teil unseres Heftkonzeptes. Alle ein bis zwei Hefte gelingt es uns, so ein besonderes Fundstück, in diesem Fall eine unglaublich berührende, schockierende, dramatische, auch streitbare Geschichte zu finden und neben all den selbst produzierten Geschichten abzudrucken. Es ist sehr schön, dass sie vier Sprachen sprechen und sich international informieren, wir gehen jedoch nicht davon aus, dass die Mehrzahl unserer Leser ebenfalls die Zeit dafür findet.

      Herzliche Grüße aus der Nido-Redaktion!

    • Nina

      Wie kann man sich nur so in etwas reinsteigern, wenn es um ein so bewegendes und trauriges Thema geht? Nichts verstanden, oder!?
      Es kann einfach jedem passieren. Vor dem lesen dieses Berichts habe ich meine kleine im Auto sitzen gelassen, wenn ich einen Parkschein ziehen musste. Meine Überlegung damals war, ich bin ja gleich zurück. Jetzt mach ich das nicht mehr. Was, wenn mir etwas passiert auf dem weg zum Automaten? Kein Mensch weiß dann, welches Auto mir gehört und dass ich ein baby drin sitzen habe.
      Solche Situationen gibt es zahlreiche und auch darüber sollten die Schlauberger mal nachdenken, die ja niemals ihr Kind vergessen würden! Man hat einfach nicht alles in der Hand und es kann tatsächlich vorkommen, dass man aus irgend einem Grund nicht zum Auto zurückkehren kann.

  16. Danke für diesen Artikel. Er lässt und lässt mich nicht los, und die Bilder, die der Kopf beim Lesen entwirft, werden mich wohl noch lange verfolgen.
    Der Text zeigt, wie wenig wir doch gefeit sind vor solchen Katastrophen, von denen wir reflexhaft sagen „das könnte mir NIEMALS passieren“. Er macht demütig, nachdenklich und, und das ist wohl die größte Leistung, er schafft es, dass das empörte „wie KANN man nur“ ausbleibt.

  17. matthias brück

    hallo

    ich lese immer die ausgaben der NIDO in denen fotostrecken meiner tochter veröffentlich werden,als stolzer vater sozusagen 😉

    zum heulen war mir bislang beim lesen der nido nie zu mute,
    aber als ich gestern abend im bett diesen artikel gelesen habe,hab ich die traurigkeit und die tränen nicht mehr unterdrücken können…was für ein grauen,wie leid sie mir tun, die armen eltern…und die armen kinder natürlich auch…
    ich werde den artikel meiner alleinerziehenden nachbarin zeigen,die eine 7 monate alte tochter hat,sie allerdings vorwarnen das es schmerzlich wird, dies zu lesen…
    jeder ist mal in gedanken und schon ist es passiert!!!

  18. Janine

    Zu Tränen gerührt hat mich dieser Artikel. Erschuettert über das Leid der Kleinkinder in ihren letzten Stunden, aber auch über die Trauer der zurückbleibenden Familie. Und immer wieder der innere Dialog: Kann mir so etwas auch passieren?

  19. Sanne

    Ganz ehrlich, ich hab den Artikel Abends im Bett gelesen und nach genau der Zeile mit den herausgerissenen Haaren erstmal die Zeitung weggelegt und geweint. Ich bekomme seitdem das Bild eines Kindes wie es mit dem Tod ringt und sich dabei die Haare rausreisst nicht mehr aus dem Kopf. Ich muss seit Tagen immer wieder daran denken und bin mir auch nicht sicher ob es gut war das so detailiert zu schreiben, vielleicht auch um im Gedächtnis zu bleiben?!
    Nichts desto trotz finde ich es auch wichtig über sowas zu schreiben wie meine Vorrednerin, es gibt nunmal nicht nur schöne Seiten und Geschichten im Leben und mir wurde dadurch wieder mal bewusst wie gut es mir mit meinen beiden gesunden, wenn auch oft anstrengenden ;-), Kindern geht. Vielen Dank NIDO

  20. Ulla

    Wie schon einmal sagte, ich bin der NIDO mehr als Dankbar, dass ihr auch solche Artikel bringt. Der Artikel ist schrecklich und er verfolgt mich jede Minute, aber wir Menschen werden auch bequem, wenn alles gut läuft und vielleicht auch ein bisschen nachlässig. Ich würde niemals von mir behaupten, dass mir so etwas NIE passieren könnte.

  21. Der Text war wirklich erschütternd…dieses unfassbare Leid der Kinder als auch der Eltern, die es verursacht haben, ist kaum erträglich…