Veränderung

Wie haben Sie sich mit Ihrem ersten Kind verändert? Was fällt Ihnen besonders auf?

Sobald man sein erstes Kind erwartet, ist das einer dieser typischen Sätze, die man zu hören kriegt: “Das wird alles auf den Kopf stellen”. Man hört ein bisschen ungläubig zu, nickt vielleicht und denkt: Was soll schon groß anders werden? Nimmt sich vielleicht vor: Also ICH bleibe ganz die Alte/ der Alte. Tja. Und dann ist das Baby da. Und man versteht, was mit dem Satz gemeint sein könnte.

In unserer Titelgeschichte sind unsere Autoren und Autorinnen genau der Frage nachgegangen: “Wie hat mein Kind mich verändert?” Es gibt lustige Erkenntnisse (“Ich bin plötzlich ein Autospießer!”), rührende (“Ich weine wegen allem”), erhellende (“Ich kreise weniger um mich selbst”), skurrile (“Ich kann kein Fleisch mehr essen”). Keiner unserer Autoren hat eine grundlegende Wesensveränderung an sich festgestellt. Aber doch Seiten, die er/sie so vorher noch nicht an sich kannte.

Wie ist das bei Ihnen? Wie haben Sie sich verändert, seit Sie Mutter oder Vater geworden sind? Welche lustigen und welche weniger lustige Seiten haben Sie an sich entdeckt?

Mareen Linnartz
Über die Autorin:
Mareen Linnartz wollte als Kind Schreibwarengeschäftinhaberin, Friseuse oder Bäuerin werden. Heute ist sie Nido-Textredakteurin, schneidet ihren drei Söhnen mit Hingabe die Haare, kauft für sie Fußball-Radiergummis und mistet mit ihnen das Heu im Meerschweinchenkäfig aus.

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3 Kommentare

  1. ines

    hallo,
    als ich erfuhr das ich das erste mal schwanger war änderte sich sofort für mich alles.
    ich durfte nicht mehr arbeiten da war ich in der 17ssw…zu hoher blutdruck,zuviel stress auf arbeit.
    ich stand allein da,der vater des kindes hatte sich kurz voher von mir getrennt…”nur” familie hat mir geholfen.mich hat die schwangerschaft und die geburt meiner tochter (heute 3) viel stärker gemacht.früher war ich nicht so belastbar und kreativer was problem lösungen angeht auch meine eltern sind teilweise erstaunt über mich, haben mir schon paar mal gesagt das sie nie gedacht hätten das ich eine mal eine mutti werde die so auf regeln und werte wert legt…
    und ehrlich gesagt, ich hätte das auch nicht von mir gedacht.
    heute sind wir eine glückliche patchwork familie und erwarten in 7wochen noch ein baby,mal sehen wie ich mich dann verändere

  2. Emma Rendnil

    hallo zusammen.
    *das wird dein leben auf den kopf stellen*: dieser satz ist so wahr wie er nur wahr sein kann… man kann sich keine vorstellung machen wenn man keine kinder hat… das erste kind kam bei mir mit einer wucht in unser leben. das zweite war etwas leiser… da weiss man ja dann schon ungefähr was einen erwartet.
    ich hab viel gelernt durch meine kids… sie sind zwar noch nicht so alt (5 und 2.5) aber ich habe viel viel gelernt… über meine geduld, über unordnung, über freunde die kein verständnis haben, über meine eltern… manchmal hab ich auch alles einfach ÜBER. don’t get me wrong. Ich liebe diese lieben kleinen, aber meine güte treiben die einen in den waaaahnsinn.
    ich glaube auch das ich flexibler geworden bin… ;) ich glaub es zumindest.

    ich hab gelernt das ich krankenschwester, köchin, putzfrau, psychologin und noch so vieles mehr geworden bin.

    ich bin nicht aus Zucker und geh sogar bei regen raus :)

    … sie sind ja nicht bis in alle ewigkeiten klein…

  3. Maria

    Ich bin zugleich weicher und härter geworden. Weicher, weil ich jetzt wirklich IMMER heulen muss, wenn irgendwo ein Kind leidet. Ach was, es reicht schon die Vorstellung, dass ein Kind leiden KÖNNTE und bei mir brechen die Dämme. Und härter, weil ich auf einmal keine Zeit mehr habe für Leute, die immer am jammern sind oder immer ihren Seelenmüll bei mir abladen wollen. Und wenn ich merke, dass sich jemand mit mir anfreunden will von dem ich nicht denke, dass er auf meiner Wellenlänge ist, dann blocke ich das auch ab. Früher war ich immer die Person, die solche Leute magisch angezogen hat, die nie nein sagen konnte zu jemandem , der offensichtlich Anschluss sucht, auch wenn die Person nicht besonders sympathisch war. Das hat sich seit dem Kind definitiv geändert. Und ich urteile weniger schnell über Erziehungsmethoden von anderen, weil ich in den 14 Monaten Mutterschaft schon mindestens 20 Sachen gemacht habe, von denen ich früher Stein und Bein geschworen hätte sie niemals zu tun;-)!