Im Grunde trifft der Autor die Sache auf den Punkt. Es gibt sie ja tatsächlich, die jungen Eltern die jahrelang nix mit Kirche/Religion am Hut haben, dann aber doch zur Taufe greifen. Das sieht von außen schon komisch bis inkonsequent aus. Andererseits muss man den Menschen ja zugestehen, dass sie ihre Lebenseinstellungen gelegentlich mal überprüfen und ändern. Zumal das Großziehen der Kinder ständig neue Fragen und Entscheidungen mit sich bringt. Folklore trifft die Sache in dem Fall der Taufe allerdings nur unzureichend. In Wahrheit dürfte es sich tatsächlich um ein spätes Bekenntnis der Taufeltern für eine Religion/Weltanschauung handeln. Und gegen Bekenntnisse hat ja wohl kaum einer was einzuwenden. Es sei denn, es geht um eine Spielplatzaffäre...
14.11.2009 15:07:28
Ines
Von mir ein großes Lob!
Die Kolumne hat mir aus der Seele gesprochen.
Genau die selben Gedanken hatte ich auch schon des öfteren, wenn wir wiedereinmal eine Einladung zur Taufe bekamen...
("Ich wusste garnicht, das xx und xx so katholisch sind!", "Haben die nicht oft über Kirche und Papst geschimpft?", ...)
Auf einmal werden die Ungläubigsten gläubig, oder will man einfach doch auf Nummer sicher gehen?
Selbst Eltern die wenige Wochen zuvor über die Kirche und ihre überholten Ansinnen geschimpft haben, luden uns kurze Zeit später zur Taufe ein.
Für mich persönlich ist das Thema leider nicht immer so komisch
(genau deshalb hat mir der humoristische Unterton so gut gefallen), da ich eine durch und durch "Ungläubige" bin - nicht getauft, bei keiner Instution eingeschrieben.
Seit der Einschulung unseres ersten Kindes kämpfe ich für die Akzeptanz unserer Ungläubigkeit und gegen den Zwangs-Religionsuntericht. - Leider nur mit gemischten Erfolg.
Naja wir leben halt im oberbayrischen Dorf, da ist das Sicherheitsbedürfnis und der Hang zum Bekehren immer noch recht ausgeprägt.
Auch von Seiten der katholischen Verwandschaft, wird da nicht zu schnell aufgegeben.
Erst so langsam - unser Ältester ist fast 11 - wird nachgelassen, uns und unsere drei Kinder zu einer "Sicher-ist-Sicher"-Taufe zu raten ...
Auf jeden Fall, für die Kolumne, weiter so!
Im Grunde trifft der Autor die Sache auf den Punkt. Es gibt sie ja tatsächlich, die jungen Eltern die jahrelang nix mit Kirche/Religion am Hut haben, dann aber doch zur Taufe greifen. Das sieht von außen schon komisch bis inkonsequent aus. Andererseits muss man den Menschen ja zugestehen, dass sie ihre Lebenseinstellungen gelegentlich mal überprüfen und ändern. Zumal das Großziehen der Kinder ständig neue Fragen und Entscheidungen mit sich bringt. Folklore trifft die Sache in dem Fall der Taufe allerdings nur unzureichend. In Wahrheit dürfte es sich tatsächlich um ein spätes Bekenntnis der Taufeltern für eine Religion/Weltanschauung handeln. Und gegen Bekenntnisse hat ja wohl kaum einer was einzuwenden. Es sei denn, es geht um eine Spielplatzaffäre...
14.11.2009 15:07:28Von mir ein großes Lob! Die Kolumne hat mir aus der Seele gesprochen. Genau die selben Gedanken hatte ich auch schon des öfteren, wenn wir wiedereinmal eine Einladung zur Taufe bekamen... ("Ich wusste garnicht, das xx und xx so katholisch sind!", "Haben die nicht oft über Kirche und Papst geschimpft?", ...) Auf einmal werden die Ungläubigsten gläubig, oder will man einfach doch auf Nummer sicher gehen? Selbst Eltern die wenige Wochen zuvor über die Kirche und ihre überholten Ansinnen geschimpft haben, luden uns kurze Zeit später zur Taufe ein. Für mich persönlich ist das Thema leider nicht immer so komisch (genau deshalb hat mir der humoristische Unterton so gut gefallen), da ich eine durch und durch "Ungläubige" bin - nicht getauft, bei keiner Instution eingeschrieben. Seit der Einschulung unseres ersten Kindes kämpfe ich für die Akzeptanz unserer Ungläubigkeit und gegen den Zwangs-Religionsuntericht. - Leider nur mit gemischten Erfolg. Naja wir leben halt im oberbayrischen Dorf, da ist das Sicherheitsbedürfnis und der Hang zum Bekehren immer noch recht ausgeprägt. Auch von Seiten der katholischen Verwandschaft, wird da nicht zu schnell aufgegeben. Erst so langsam - unser Ältester ist fast 11 - wird nachgelassen, uns und unsere drei Kinder zu einer "Sicher-ist-Sicher"-Taufe zu raten ... Auf jeden Fall, für die Kolumne, weiter so!
26.10.2009 10:12:49... ich vermisse Humor!
19.10.2009 13:20:04